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Ritterkreuzträger Friedrich Beckh
Oberstleutnant i.G., Jagdflieger

Eisernes Kreuz I. Klasse amEisernes Kreuz II. Klasse am

Friedrich Beckh wurde am 17.01.1908 in Nürnberg geboren und trat 1926 einer Kavallerie-Einheit der Reichswehr bei. Im Rang eines Oberleutnants trat er 1935 zur Luftwaffe über, wo er später beim Jagdgeschwader 134 verwendet wurde. Einer seiner Kameraden sagte später über ihn, er würde als Urbajuware eher seine Kräfte, denn seinen Kopf einsetzen.
Während seine Kameraden aktive Jagdflieger blieben, wurde Beckh zum Generalstabsoffizier ausgebildet und lehrte später an der Luftwaffen-Kriegsschule. Im Jahre 1940 zum Jägerverbindungsoffizier beim Luftgaukommando Wiesbaden ernannt, schloss er dort die Freundschaft zu Werner Mölders. Nachdem dieser am 27.07.1940 Kommodore des Jagdgeschwaders 51 wurde, holte er Beckh in sein Geschwader, wo er ab Oktober 1940 im Stab flog. Möglicherweise geht es auf die Initiative Beckhs zurück, dass Mölders dem Aufbau eines Stabsschwarmes zur Einweisung und Führungsreserve zustimmte, in dem dann unter anderem Beckh und Hartmann Grasser flogen.
Beckh war kein "waschechter" Flieger, bspw. sieht man ihn auf verschiedenen Bildern in sein Flugzeug einsteigend, bekleidet mit seinen Generalstabshosen. Auch im Kampf hatte er Schwierigkeiten, so sagte man ihm nach in der Luft "nichts zu sehen". Beckh war einer der wenigen Jagdflieger, die während der Luftschlacht um England mit Brille flogen. Dadurch blieben ihm bis dahin gewisse Erfolge verwehrt. Sein plus war, das er Freunde in hohen Positionen hatte, die ihn stützten. So erzählte Mölders das Beckh während Einsätzen über Dover derart tief flog, das seine Kameraden spotteten er würde die Hausnummern der Häuser suchen. Daher suchte man nach einem Rottenflieger, der gut sehen konnte, Beckh in den Kampf führte und ihn nach allen Seiten absicherte. So erreichte er am 05.03.1941 im Raum Boulogne seinen ersten Luftsieg über eine "Spitfire". Zu dieser Zeit zum Major i.G. befördert übernahm er am 26.02.1941 die IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 51, nachdem Hans-Karl Keitel im Kampf gefallen war. Theoretisch hatte er alle Vorraussetzungen zur Führung einer Gruppe, doch praktisch gesehen war er dazu nicht befähigt. Trotz der Forderung Görings, nur bewährte Jagdflieger in hohe Positionen zu setzen, blieb Beckh Gruppenkommandeur. Am 05.03.1941 zum ersten mal als Kommandeur im Einsatz, wurde er sprichwörtlich in den Einsatz getragen. Sein Rottenflieger, Legion Condor Mitglied und späterer Ritterkreuzträger, Adolf Borchers schützte ihn dabei. So errang Beckh am 10.03.1941 bei Le Touquet seinen 2. Luftsieg, dem im Mai 1941 zwei weitere folgten.
Nach Beginn des Russland-Feldzuges errang Beckh weitere Abschüsse zusammen mit seinem Rottenflieger Bernd Gallowitsch. Am 21.07.1941 übernahm Beckh das Kommando über das Jagdgeschwader 51, nachdem Mölders zum General der Jagdflieger ernannt wurde und errang am 08.09.1941 den 2000. Abschuss des Geschwaders seit Beginn des Krieges.
Am 16.09.1941 wurde er durch einen Flaktreffer am linken Fuß verwundet und zwei Tage später, am 18.09.1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Beckh hatte bis dato 27 Luftsiege, davon 23 in Russland erreicht und 20 Flugzeuge am Boden zerstört. Am 03.10.1941 entzündete sich sein Fuß und er musste die Führung des Geschwaders zunächst in die Hände von Günther Lützow legen. Am 21.12.1941 zurückgekehrt und erreicht in der Folgezeit 20 weitere Luftsiege, bis er am 09.04.1942 ins Reichsluftfahrtministerium zurückbeordert wurde. Nachdem Major Walter Lessmann verstarb, übernahm Beckh im Juni 1942 das Kommando über das Jagdgeschwader 52.
Am 21.06.1942 steig Beckh zusammen mit seinem Rottenflieger zu einem Einsatz im Luftraum Isjum-Kupjansk-Waluiki, östlich von Charkov, auf, um einen sowjetischen Flugplatz östlich von Waluiki zu "begutachten". Dabei wurden sie von einer großen Gruppe LaGG-3-Jägern überrascht, die Beckh, entgegen seiner Gewohnheit, angriff. Nachdem der Rottenflieger zwei Jäger abschoss, beobachtete er wie mehrere Flakprojektile die Maschine des Kommodore trafen, der mit der Nase nach unten abstürzte.
Seither galt Friedrich Beckh als vermisst, bis man vor einigen Jahren in Russland eine deutsche Jagdmaschine ausgrub, deren Kanzel noch von den sterblichen Überresten des Piloten besetzt waren. Nach Bergung der Überreste, sowie Entcodierung der Erkennungsmarke, stellte sich heraus das es sich bei dem Piloten um Friedrich Beckh handelte. Zuvor kursierte das Gerücht, dass Beckh möglicherweise zum Feind übergelaufen wäre. Durch die Bergung der sterblichen Überreste konnte diesem widersprochen werden.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant ??? Flugzeugführerabzeichen

???

Oberleutnant ???   Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Hauptmann ???   Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Major ???   Ehrenpokal 11.05.1942
Major i.G. ??? Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 18.09.1941
Oberstleutnant i.G. ???      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

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