108. Eichenlaubträger Franz-Josef Beerenbrock
Leutnant, Jagdflieger

Deutsches Kreuz in Gold am 17.06.1942Eisernes Kreuz I. Klasse am 18.07.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 03.07.1941Flugzeugführerabzeichen am Frontflugspange für Jäger in Gold amEhrenpokal für Leistungen im Luftkampf am 12.09.1941

Franz-Josef Beerenbrock wurde am 09.04.1920 in Datteln/Westfalen als Sohn einer russischen Mutter geboren und trat am 01.10.1938 der Luftwaffe bei, wo er zunächst zur Flakartillerie gehörte. Ein Jahr später, 1939, meldete er sich zur Jagdfliegerausbildung, die er in Stolp in Pommern erhielt.
Ab März 1941 flog er seine ersten Einsätze als Unteroffizier und Rottenflieger von Karl-Gottfried Nordmann, in der 12. Staffel des Jagdgeschwaders 51, wobei er später in die 10. versetzt wurde. Mit Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion, erzielt er am 24.06.1941 seinen 1. Luftsieg. Diesem sollten Tag für Tag viele weitere folgen. So erzielte er am 12.08.1941 seinen 25. und am 30.08.1941 seinen 40. Abschuss. Für den 45. Abschuss erhielt Beerenbrock am 06.10.1941, als Unteroffizier und Flugzeugführer in der 10. Staffel, das Ritterkreuz.
Nachdem er am 01.08.1942 seinen 100. Luftsieg errang, wird er am 03.08.1942, als Oberfeldwebel, mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 01.11.1942 schießt er seinen 105. Gegner ab, sowie am 09.11.1942 drei weitere. Doch erhielt seine Maschine (Me 109 F-2 Nr. 6779 "Weiße 12") dabei selbst Kühlertreffer und musste bei Welish hinter den feindlichen Linien, als Kapitän der 12. Staffel, notlanden. In sowjetischer Gefangenschaft wird er im Moskauer Lubjanka-Gefängnis verschiedenen Verhören ausgesetzt und schließlich ins Lager Krasnogorsk Nr. 27 verlegt, wo er auf den Generalfeldmarschall Friedrich Paulus traf, der oft das Gespräch mit dem Jagflieger suchte. Dieser hatte auf 501 Feindflügen insgesamt 117. Gegner abgeschossen, zuletzt im Range eines Leutnants. Einige seiner Jägerkameraden waren der Meinung das Beerenbrock als "Jagdfliegerführer für die Roten" im Einsatz stand, da diese die typische Angriffstaktik Beerenbrocks übernahmen. Bis heute halten sich auch Gerüchte, daß Beerenbrock eine wichtige Person bei der Gründung des Bundes Deutscher Offiziere war.
Franz-Josef Beerenbrock kehrte 1950 in die Heimat zurück, trat der Bundesluftwaffe bei und verstarb am 13.12.2004 in Olfen.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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