130. Eichenlaubträger Hans Beißwenger
Oberleutnant, Jagdflieger

Deutsches Kreuz in Gold am 15.10.1941Eisernes Kreuz I. Klasse am 16.08.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 06.05.1941Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkampf am 09.08.1941

Hans Beißwenger wurde am 08.11.1916 in Mittelfischbach/Württemberg geboren und trat zunächst der Flak-Artillerie bei. Kurz nach Kriegsbeginn an eine Jagdfliegerschule versetzt, gehörte er ab Oktober 1940, als Leutnant, zur II. Gruppe des Jagdgeschwaders 54.
Im April 1941 über dem Balkan eingesetzt, schoss er dort am 07.04.1941 seinen 1. Gegner, eine jugoslawische "Hurricane", ab und nahm dann am Ostfeldzug an der Nordfront teil. Dort erhielt er am 09.05.1942, als Leutnant und Flugzeugführer in der 6. Staffel des Geschwaders, das Ritterkreuz. Zuvor hatte Beißwenger am 24.08.1941 seinen 20. und am 06.04.1942 seinen 40. Abschuss bestätigt erhalten. Im Zuge des 47. Abschusses wurde der Vorschlag zum Ritterkreuz erteilt. Bereits während des Verleihungsvorganges, schoss er am 08.05.1942 seinen 50. Gegner ab. Zwischenzeitlich war er am 12.07.1941 bei einem Tiefangriff abgeschossen worden, konnte sich aber zu den eigenen Linien durchschlagen. Die Verleihung erfolgte zusammen mit Leutnant Horst Hannig, durch General Förster.
Im weiteren Verlauf der Kämpfe schoss Beißwenger am 26.09.1942 südlich des Ilmensees seinen 100. Gegner ab, wofür er am 03.10.1942 mit dem 130. Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet wurde. Beißwenger hatte bspw. am 23.08.1942 zusammen 5 Luftsiege errungen.
Gegen Ende des Jahres 1942 steigerte beißwenger sein Abschusskonto auf 119. Nach Beginn des neuen Jahres erzielte er am 05.03.1943 die Abschüsse 146 bis 150. Zuvor war er zum Oberleutnant befördert und im Januar zum Kapitän der 6. Staffel ernannt worden.
Am 06.03.1943 stieg er zu seinem 500. Feindflug auf, wobei es über der Rollbahn bei Staraja-Russa zum Luftkampf zwischen 4 deutschen Jägern und 15 Il-2-Bombern, mit 20 Lagg-3 Begleitjägern, kam. Beißwenger schoss zunächst zwei der Begleitjäger ab, wurde dann aber von 10 aus der Höhe her angreifenden Feindjägern angegriffen. Zuletzt wurde er mit geringer Höhe und langsam laufenden Motor gesehen. Hans Beißwenger gilt seitdem als vermisst. Es ist anzunehmen das er in den Ilmensee stürzte.

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