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Ritterkreuzträger Hans-Joachim Bellinger
Hauptmann der Reserve, Panzertruppe

Eisernes Kreuz I. Klasse am 23.09.1941Eisernes Kreuz II. Klasse am 01.07.1940Allgemeines Sturmabzeichen am 07.10.1941Medaille Winterschlacht im Osten am 30.07.1942Verwundetenabzeichen in Silber am 29.07.1943

Hans-Joachim Bellinger wurde am 05.06.1917 in Fulda geboren und besuchte von April 1924 bis April 1928 die Volksschule und dann bis April 1930 das Gymnasium in Fulda. Dem schloss sich bis April 1933 der Besuch der Oberrealschule in Godesberg bzw. bis April 1935 Fulda an, wo er seine Obersekundareife ablegte.
Im November 1937 begann Bellinger eine Banklehre und arbeitete von Juni 1939 bis zum 25.08.1939 als Bankangestellter.
Zwischenzeitlich versah er ab dem 01.11.1935 seinen Wehrdienst, zunächst in der 3. Batterie des Artillerie-Regiments 9 in Gießen und ab dem 03.10.1936 in der 4. Batterie des Artillerie-Regiments 67 in Braunschweig.
Im Zuge der Mobilmachung wurde Bellinger, als Unteroffizier, am 26.08.1939 zur II. Abteilung des Artillerie-Regiments 51 eingezogen und am 01.10.1939 zum Wachtmeister befördert.
Nach Teilnahme am Westfeldzug wird er am 06.06.1940 durch das Offizierskorps der II. Abteilung zum Offizier gewählt und am 01.07.1940 zum Leutnant der Reserve befördert.
Nach Beginn des Ostfeldzuges wird er am 03.08.1941 in die Führer-Reserve der Heeresgruppe Nord versetzt und ab dem 22.08.1941 als VB und Batterieführer verwendet. In der Ausübung seiner Tätigkeit wird er am 23.09.1941 durch ein Artilleriegeschoss an der rechten Hand und am rechten Ohr verwundet, sowie am 03.03.1942 durch eine Mine an beiden Beinen und erneut an der rechten Hand.
Während der Genesung wird Bellinger am 29.06.1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert und ab dem 01.09.1942 auf die Sturmartillerie umgeschult. So erhält er am 15.12.1942 eine Mob-Stelle als Batteriechef bei der Sturmgeschütz-Abteilung 905 und wird ab 16.02.1943 als Hauptmann beim Stabe eingesetzt.
Ab dem 17.07.1943 als Batterieführer im Einatz, wird er am 18.07.1943 durch eine Handgranate am Kopf und durch Granatwerfer am rechten Oberschenkel verwundet.
Wieder genesen übernimmt Bellinger am 15.10.1943 die Führung, später als Chef, der 9. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung im Panzer-Regiment "Hermann Göring", der späteren 9. Kompanie des Fallschirm-Panzer-Regiments "Hermann Göring". Als solcher wird er am 01.01.1944 zum Hauptmann befördert. Als Kompaniechef verhindert er einen sowjetischen Panzerdurchbruch auf Warschau, wofür er am 30.09.1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wird. Zwischenzeitlich hatte er die Führung der 10. Kompanie übernommen und wurde auch als Kampfgruppenführer verwendet.
Am 15.10.1944 wird er zum Kommandeur der Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung "Hermann Göring" ernannt und kurze Zeit später erneut verwundet. Am 20.10.1944 kommt Bellinger ins Luftwaffen-Lazarett 12/III nach Berlin, wo er am 22.12.1944 aus dem Heer ausscheidet und der Luftwaffe beitritt. So gerät er in Gefangenschaft, aus der er im Herbst 1945 wieder entlassen wird.
Hans-Joachim Bellinger verstarb am 12.02.1996 in seiner Heimatstadt Fulda.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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