Ritterkreuzträger Karl-Eric Bertram
Oberst, Fallschirm-Panzergrenadiere

Karl-Eric Bertram wurde am 21.10.1903 in Gomel in Westpreußen geboren und trat am 02.09.1924 als Polizeianwärter, mit Anwartschaft auf eine baldige Beförderung zum Polizei-Offizier, der Polizeischule Groß-Berlin in Brandenburg-Havel, als Schüler im Außendienst, bei.
Am 20.09.1925 bei der Polizeiverwaltung Berlin in die Polizei-Inspektion Tiergarten zum Außendienst versetzt, übernimmt er ab dem 30.01.1926 den Posten des Wachhabenden, bzw. wird als Zug- und Gruppenführer eingesetzt. Außerdem übernimmt er ab dem 05.02.1926 eine Informatorische Beschäftigung in seiner Inspektion. Bereits am 01.03.1926 erhält er eine Revier-Ausbildung und findet ab dem 31.10.1926 wieder als Wachhabender, bzw. Zug- und Gruppenführer eine Verwendung.
Ab dem 24.01.1927 nimmt er am 2. Fortbildungs-Lehrgang in Berlin und ab dem 20.09.1927 am Polizeioffizier-Anwärter-Lehrgang an der Polizeischule für Leibesübungen in Spandau teil. Dem schließt sich ab dem 21.12.1927 der 10. Polizei-Anwärter-Lehrgang an der Preußischen Höheren Polizeischule in Potsdam-Eiche an. Mit Ende der Ausbildung versieht er ab dem 15.09.1928 den Dienst in der Inspektion Tiergarten als Offiziersdiensttuender.
Am 12.11.1928 wird Bertram in die Abteilung I/K beim Kraftfahr-Sonderdienst, bei der Polizei-Verwaltung Berlin der Polizeigruppe Mitte versetzt und versieht unter gleichzeitiger Beförderung zum Polizei-Leutnant, ab dem 26.03.1929 seinen Dienst im kraftfahrtechnischem Sonderdienst der Gruppe Mitte des Kommandos der Schutzpolizei Mitte bei der Polizei-Inspektion Schöneberg.
Am 25.05.1929 ist er Bereitschaftsoffizier der 2. Bereitschaft der Inspektion Tiergarten und wird am 15.07.1929 Zugführer in der 2. Bereitschaft beim Kommando der Schutzpolizei bei der Polizei-Inspektion Schöneberg.
Am 23.08.1929 wird er mit Wirkung vom 01.08.1929 zum Bereitschafts-Offizier der 2. Bereitschaft der Polizei-Inspektion Schöneberg ernannt und dort am 23.03.1932 zum Polizei-Oberleutnant befördert.
Mit Wirkung vom 01.06.1932 wird er zum Kommando der Schutzpolizei Berlin, als Sachbearbeiter und Hilfsoffizier beim Arbeitsgebiet 3 für Personal- und Disziplinarangelegenheiten, des Kommandos der Schutzpolizei der Polizeigruppe Süd versetzt und übernimmt dann vom 01.04. bis zum 01.05.1933 die Führung eines Zuges der 4. Hundertschaft.
Am 01.05.1933 wird er zum Adjutanten der II. Abteilung der Landespolizeigruppe "General Göring" ernannt und nimmt vom 10.04.1934 bis zum 15.03.1935 am 5. Führergehilfen-Lehrgang an der Landespolizei-Offiziersschule Potsdam-Eiche teil.
Am 01.10.1935 erfolgte die Übernahme in die neue Luftwaffe, unter gleichzeitiger Ernennung zum Oberleutnant, als Adjutant des II. Bataillons des Regiments "Göring", wo er am 11.11.1935 den Posten des Regimentsadjutanten übernimmt. Gleichzeitig übernimmt er vom 30.06. bis zum 27.07.1937 die stellvertretende Führung des Regiments-Nachrichtenzuges und wird dann am 01.10.1937 zum Hauptmann befördert.
Vom 22.04. bis zum 30.06.1938 an die Luftkriegsschule nach Berlin-Gatow und am 01.07.1938 zur 4. Batterie des Regiments "General Göring" kommandiert, wird Bertram am 23.08.1939 Batterieführer und Ausbildungsoffizier im Führer-Hauptquartier. Weiterhin gehört er ab dem 17.11.1939 zum II. Eisenbahn-Flakzug im Führer-Hauptquartier und wird dann am 19.09.1941 in die Führer-Reserve des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, unter gleichzeitiger Kommandierung als Batterieführer in der Flak-Regiment 113 versetzt.
Am 25.09.1941 übernimmt Bertram das Kommando über die leichte Flak-Abteilung 85 und wird als solcher am 01.01.1942 zum Major befördert.
Vom 05.01.1942 bis zum 03.05.1942 ist er dann Führer eines verstärkten Regimentsverbandes, bestehend aus der I./Flak-Regiment 701, der Reserve-Flak-Abteilung 303 und der leichten Flak-Abteilung 85.
Ab dem 08.05.1942 Ordonnanz-Offizier, Adjutant und Gruppenleiter II beim Luftwaffenbefehlshaber Mitte, kommt er am 30.01.1944 als Adjutant zum Luftwaffenkommando Reich und wird dort am 01.03.1944 zum Oberstleutnant befördert.
Danach übernimmt er am 01.05.1944 die Führung des Begleit-Regiments "General Göring" und wird am 06.10.1944 mit der Führung des Fallschirm-Panzer-Grenadier-Regiments 1 "Hermann Göring" beauftragt, dessen Kommando er am 17.12.1944 übertragen bekommt.
Bertram bewies mit seinem Regiment im Verband der Gruppe von Saucken im Wandernden Kessel auf dem Rückzug zur Oder, außerordentliche Tapferkeit und Führungsqualitäten. So trug er beim Oderübergang bei Oderbeltsch wesentlich dazu bei, daß das Korps "Großdeutschland" gerettet werden konnte. Es folgten Stellungskämpfe an der Lausitzer Neiße bei Muskau und im März 1945 im Raum Lauban. Dort gab es auf der Linie Heidau-Neuwalde um den 23.03.1945 herum schwere Gefechte. Zum Ritterkreuz vorgeschlagen, fiel Bertram am Tag der Verleihung des Ritterkreuzes, am 26.03.1945, bei diesen Kämpfen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Polizei-Unterwachtmeister 01.10.1925   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 26.03.1945
Polizei-Wachtmeister 01.01.1926   Eisernes Kreuz II. Klasse 02.07.1940
Polizei-Oberwachtmeister 01.12.1926   Eisernes Kreuz I. Klasse 12.12.1941
Polizei-Offizier-Anwärter 15.09.1928 - ern. mit Wirkung vom 15.09.1928   Deutsches Kreuz in Gold 02.04.1942
Polizei-Leutnant 26.03.1929 mit Wirk. v. 01.04.1929   Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Polizei-Oberleutnant 23.03.1932 mit Wirk. vom 01.06.1932   Dienstauszeichnung III. Klasse 17.11.1936
Oberleutnant 01.10.1935 (RDA LW 01.08.1933 (65))   Medaille Winterschlacht im Osten 24.07.1942
Hauptmann 01.10.1937 (RDA 11)      
Major 01.01.1942 (RDA 27), später vorgerückt RDA 01.04.1941      
Oberstleutnant 01.03.1944 (RDA 19/A) mit Wirk. v. 01.03.1944 (RDA 01.05.1944 (6))      
Oberst 17.01.1945 (RDA 225/A) mit Wirk. v. 01.03.1945 (RDA 01.03.1945)      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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