Ritterkreuzträger Herbert Beyer

Eisernes Kreuz I. Klasse am 31.01.1942 Eisernes Kreuz II. Klasse am 01.09.1940

Herbert Christoph Karl Beyer wurde am 04.08.1913 in Schlurup/Lübeck geboren und trat am 01.10.1931 der III. Marine-Artillerie-Abteilung Swinemünde bei. Am 02.10.1932 wird er dem Bordkommando des Linienschiffs "HESSEN" zugeteilt und erhält vom 01.04. bis zum 14.11.1934 eine Kommandierung an die Technische Schule Jüterbog und vom 20.04. bis zum 30.04.1934 zur 1. Kompanie der Schiffsstammdivision Ostsee nach Kiel, wo er zum Übergangskommando gehörte.
Am 15.11.1934 wechselt Beyer zur Seeflieger-Horstkommandantur List auf Sylt und kommt vom 23.01.1937 bis zum 07.01.1940 zur Seeflieger-Horstkompanie Hörnum, ebenfalls auf Sylt. Zwischenzeitlich erhält er vom 14.07. bis zum 30.09.1937 eine Kommandierung zum U-Lehrgang bei der 2. Kompanie der Flieger-Ersatz-Abteilung 26 in Berlin-Neu-Kladow, sowie vom 24.04. bis zum 14.05.1939 zum Feldwebel-Lehrgang bei der Seeflieger-Horstkommandantur Kamp. Am 12.08.1939 legt er seine Hauptfeldwebel-Prüfung beim Flieger-Ausbildungs-Bataillon 16 (See) in Schleswig ab und wird dann am 08.01.1940 zur Seeflieger-Horstkommandantur Kamp versetzt.
Am 07.08.1940 erfolgte die Versetzung zur Luftwaffen-Kriegsberichter-Kompanie (mot.) 6, die dem Kommandeur der Flak-Ersatz-Abteilungen im Luftgau III unterstellt war. Am 24.12.1940 wird er zum Kompanie-Offizier bzw. am 28.12.1940 zum Zugführer in der Luftwaffen-Kriegsberichter-Kompanie (mot.) 7 ernannt.
Nach Beginn des Ostfeldzuges wird Beyer am 01.10.1941 zum XI. Flieger-Korps versetzt und zur Fallschirmschule Braunschweig kommandiert. Mit Ende seiner Ausbildung zum Fallschirmjäger wird er am 01.04.1942 Zugführer der 14. (/Panzerjäger-) Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 4, wobei er bereits am 01.05.1942 den Posten des Kompaniechefs übernimmt.
Am 01.02.1944 wird er zunächst Führer, dann Kommandeur des I. Bataillons des Regiments und nimmt so an den Kämpfen im Raum Cassino teil. Dort eroberte in der Nacht zum 16.03.1944 die 4. Indische Division die Höhe 193 (Rocca Janula, Kastell) und stand am nächsten Morgen auf der Höhe 435, dem Galgenberg und damit 400 Meter im Rücken der dt. Verteidiger. Von der Höhe 493 aus, konnte der größte Teil der Stadt Cassino eingesehen und überwacht werden. Somit griff am 19.03.1944 das I. Bataillon unter dem Kommando Beyers die Höhe an, um sie wieder zu besetzen. Zwar gelang die Einnahme des Kastells nicht, doch stiess man mitten in die Bereitstellungen von drei gegnerischen Bataillonen der 5. indischen Brigade und zerschlug diese. Zusammen mit den Gurkhas hätten diese über die Höhe 435 stoßend das Kloster Cassino einnehmen können. Für diese entscheidende Tat erhielt Beyer am 09.06.1944, als Hauptmann, Kriegsoffizier und Kommandeur des I. Bataillons des Fallschirm-Jäger-Regiments 4 das Ritterkreuz.
Bis Kriegsende Kommandeur des I. Bataillons geriet er in Gefangenschaft und wird am 18.08.1945 von der Korpsgruppe von Stockhausen aus der Wehrmacht entlassen. Inwieweit noch kurz vor Kriegsende eine Beförderung zum Major ausgesprochen basiert bisher nur auf der persönlichen Angabe Beyers.
Herbert Beyer verstarb am 04.09.1966 in Neuss.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Obermatrose 01.10.1933   Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 09.06.1944
ausserplanm. Unterwart 01.10.1934 Eisernes Kreuz II. Klasse 17.08.1943
überz. Obergefreiter 01.10.1935   Eisernes Kreuz I. Klasse 21.01.1944
Obergefreiter 01.10.1937      
Unteroffizier 01.12.1937      
Feldwebel 01.11.1939      
Oberfeldwebel und Ernennung zum Hauptfeldwebel 01.02.1940      
Ernennung zum Offiziers-Anwärter 17.10.1940      
Oberleutnant der Reserve 11.12.1940 - 198/CD - m. Wirk. v. 01.11.1940 (RDA v. 01.11.1940)      
Oberleutnant (aktiv) 01.12.1941 (RDA v. 01.08.1941)      
Hauptmann 14.07.1943 - 500/D - m. Wirk. v. 01.04.1943 (RDA v. 01.06.1942)      
Major 01.06.1944 (Eigenangabe)      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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