Arnulf Blasig wurde am 30.12.1913 in Berlin geboren, trat später der
Luftwaffe und gehörte von Oktober 1936 bis Februar 1937 als Leutnant dem
Sturzkampfgeschwader 162 "Immelmann" an und war damit einer der alten
Garde der Sturzkampffliegerei. Im März 1937 wechselte er in die III. Gruppe des
Sturzkampfgeschwaders 165 nach Wertheim und übernimmt dann im November 1938 den
Posten eines Staffelkapitäns in der I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77, mit
der er am Polen-Feldzug teilnimmt. Mit Ende der Kämpfe in Polen wird er wie
viele andere in neue Einheiten versetzt und kommt so als Kapitän der 10. Staffel
in die IV. (Stuka) Gruppe des Lehr-Geschwaders 1 und nimmt mit dieser am Feldzug
im Westen teil. Es folgen Einsätze am Kanal und über England, bis er dann am
01.07.1941 das Kommando über die IV. Gruppe übernimmt. Mit seiner Gruppe kommt
er an der Nordfront und in Finnland zum Einsatz, wo er am 04.09.1941 als
Hauptmann und Gruppenkommandeur mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wird. Er nahm
unter anderem an der Eroberung der Festung Salla teil.
Nachdem er am 30.06.1942 das Kommando der Gruppe abgegeben hatte, die Anfang
1942 in I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 5 umbenannt worden war, ist er ab
dem 01.07.1942 Stuka-Referent im Reichsluftfahrtministerium und ab Juli 1943 Ia
im Stab des Sturzkampfgeschwaders 51 in Agram.
Im Dezember 1943 übernimmt Blasig das Kommando über die Flugzeugführerschule in
Pardubitz/Grottkau und wird dann ab Juli 1944 bis März 1945 als Sachbearbeiter
in der Schlachtfliegerausbildung bei der 2. Flieger-Schule-Division eingesetzt.
Bis Kriegsende flog er über 180 Feindflüge mit der Ju 87.
Noch kurz vor Kriegsende übernimmt er im April die III. Gruppe des
Schlachtgeschwaders 10 in der Tschechoslowakei.
Nach dem Krieg trat er der Bundesluftwaffe bei und scheidet dort am 31.03.1972
im Range eines Obersten aus dem Dienst aus.
Arnulf Blasig verstarb am 13.11.1998 in Herborn-Schönbach.