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Ritterkreuzträger Wolfgang Graf von Blücher
Oberleutnant der Reserve, Fallschirmjäger

Eisernes Kreuz I. Klasse am Eisernes Kreuz II. Klasse am

Wolfgang Henner Peter Lebrecht Graf von Blücher wurde am 31.01.1917 in Altengotten im Kreis Mühlhausen in Thüringen geboren und erlernte die Landwirtschafts- und Forstwirtschaft, da er Familienbesitz in mecklenburg nach dem frühen Tod des Vaters an ihn überging.
Er leistete vom 01.10.1934 bis zum 12.10.1935 seinen Wehrdienst beim Kavallerie-Regiment 14 ab. Danach ins Zivilleben zurückgekehrt, nimmt er dann im Spätsommer 1936 an seiner 1., im Herbst 1936 an seiner 2. und im Frühjahr 1937 und Spätsommer 1937 an seiner 3. Reserveübung teil.
Am 12.10.1937 erfolgte dann im Kavallerie-Regiment 3 durch Oberst Feldt die Wahl zum Offizier.
Nachdem von Blücher dann am 16.02.1939 der Panzer-Abwehr-Abteilung 12 zugeteilt wurde, meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe, wobei er ein Gesuch zur Versetzung zum Jagdgeschwader 132 "Schlageter" auf dem Fliegerhorst Düsseldorf-Unterrath einreichte. Dem wurde jedoch nicht nachgegeben.
Im Zuge der allgemeinen Mobilmachung kommt er damit zur Panzer-Abwehr-Abteilung 12, wo er sich am 16.12.1939 erneut freiwillig zur Luftwaffe meldet. Diesmal wird seiner Bitte stattgegeben und von Blücher kommt am 16.01.1940, nach seiner Ausbildung, in die 3. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 nach Stendal. Dort wird er kurz darauf als Zugführer in die 2. Kompanie versetzt. Gleichzeitig scheidet er mit dem 31.01.1940 aus dem Heer aus und wird mit Wirkung vom 01.02.1940 in die Luftwaffe aufgenommen. Seinen ersten Einsatz erlebt er in Norwegen während der Kämpfe im Raum Oslo und Narvik.
Im Zuge des Westfeldzuges springt das I. Bataillon am 10.05.1940 als Regimentsreserve bei Tweede Tool ab, wobei lediglich die 3. Kompanie den Auftrag erhalten hatte die Brücken bei Dordrecht in Besitz zu nehmen. Es kam lediglich eine Kompanie zum Einsatz, da es im betreffenden Raum keine Möglichkeiten vorlagen weitere Einheiten abzusetzen. Die Eroberung dieser Brücken, sowie die Bildung starker Brückenköpfe war entscheidend für die Eroberung der Festung Holland und somit ein zentraler Punkt in den deutschen Angriffsplanungen. Die Brücken wurden nach kurzen und schwachem Widerstand erobert, wonach die 3. Kompanie jedoch in schwere Straßenkämpfe in Dordrecht verwickelt wurde. Dadurch sah sich Oberst Bräuer gezwungen weitere Kräfte des Bataillons gegen Dordrecht einzusetzen. In den daraus folgenden Kämpfen zeichnete sich Leutnant Graf von Blücher im besonderen aus und erhielt für die Eroberung eines starken Bunkernestes am 24.05.1940 als Leutnant der Reserve und Führer des 3. Zuges der 2. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 das Ritterkreuz.
Nach Ende des Westfeldzuges ab dem 01.08.1940 zur Bewirtschaftung des Familiengutes beurlaubt, kehrt er am 01.04.1941 als Zugführer in der 2. Kompanie zum Fallschirm-Jäger-Regiment 1 zurück und nimmt so an der Landung auf Kreta teil. Am 21.05.1941 wird er dabei bei Heraklion durch Feindeinwirkung tödlich verwundet. Das Regiment hatte die Aufgabe Flugplatz und Stadt zu nehmen. Gegen Abend erreichte von Blüchers Zug die wichtige Höhe am Ostrand des Flugplatzes. Dort ging der Zug zur Verteidigung über, wobei fast völlig auf sich allein gestellt blieb. Am nächsten Morgen wurde das I. Bataillon am Flugplatz durch Artillerie beschossen und kurze Zeit später von feindlichen Panzerwagen angegriffen. Dabei fand Wolfgang von Blücher gegen Mittag den Tod. Am gleichen Tag fallen zwei seiner Brüder, Leberecht und Hans-Joachim, ebenfalls auf Kreta. Die Mutter der drei Brüder erfuhr die nächsten vier Wochen nichts über das Schicksal ihrer drei Söhne. Den letzten Brief hatte sie von Wolfgang aus Athen erhalten, während der Bereitstellung zum Angriff auf Kreta. Nachdem die Reste des Regiments am 20.06.1941 in Stendal eintrafen informierte Oberst Bräuer die Mutter über das Schicksal der drei Söhne.
Bei der Einweihung des deutschen Gefallenenfriedhofes Maleme auf Kreta, nahm die Schwester der drei an der offiziellen Feierstunde teil. Doch fanden lediglich Wolfgang und Hans-Joachim von Blücher eine Ruhestätte. Leberecht, der ebenfalls bei Heraklion fiel, wird vermutlich als Unbekannter den den Friedhof beigesetzt. Der vierte Bruder Oberleutnant zur See Adolf Graf von Blücher wird aufgrund des Todes seiner Brüder aus dem Wehrdienst entlassen. Er versah dann den Forstdienst auf dem Gut seiner Frau in Mecklenburg, wo er am 08.06.1944 bei einer Grosjagd tödlich verletzt wird.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter der Reserve und Ernennung zum ROA 12.10.1935   Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz

24.05.1940

Unteroffizier der Reserve 30.09.1936 Eisernes Kreuz II. Klasse 18.04.1940
Wachtmeister der Reserve 29.10.1936   Eisernes Kreuz I. Klasse 24.05.1940
Leutnant der Reserve 20.04.1938 m. Wirk. v. 01.04.1938 (RDA v. 01.04.1936 (369))   Fallschirm-Jäger-Abzeichen ???
Oberleutnant der Reserve 31.07.1940 m. Wirk. v. 01.08.1940 (RDA v. 01.08.1940 (170))      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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