
Ritterkreuzträger Josef Blümel
Feldwebel, Schlachtflieger






Josef Blümel wurde am 15.08.1920 in Prode im Sudetenland
geboren und kam im Herbst 1940 zur Luftwaffe, wo er zum Flugzeugführer
ausgebildet wurde. Seine ersten Einsätze flog er jedoch erst im April 1944 auf
der Krim. Nachdem er im Februar 1944 von der 5. Staffel des
Schlachtgeschwaders 151 als Unteroffizier in die 10. (Pz.) Staffel des
Schlachtgeschwaders 3 wechselte, die erstmals im April 1944 zur Panzerjagd im
Einsatz stand. Innerhalb von kurzer Zeit stieg Blümel zu einem der
erfolgreichsten Panzerjäger und Schwarmführer des Schlachtgeschwaders 3 auf.
Am 28.07.1944 schoss er seinen 34. Panzer ab und wurde zum Feldwebel
befördert. Bereits am 19.08.1944 schoss er auf seinem 123. Feindflug den 53.
Panzer ab, der 59. folgte am 17.09.1944.
Am 19.09.1944 flog Blümel von 09.20 Uhr bis 10.00 Uhr einen weiteren Einsatz
und schoss dabei seinen 60. Panzer ab. Gegen 11.10 Uhr stieg er ein weiteres
mal auf und wurde dabei durch Fla-MG-Treffer schwer getroffen, sodass er
gezwungen war hinter den feindlichen Linien notzulanden. Nach der Notlandung
bei Kekava, 18 Kilometer südlich Riga wurde Blümel und sein Bordfunker, der
Obergefreite Hermann Schwärzel, von sowjetischen Partisanen oder Soldaten
durch Genickschuss ermordet. Drei Tage später fand ein Suchtrupp des Heeres
und der Panzerjagdstaffel unter Führung des Staffelkapitäns Hauptmanns Kuffner,
in dem mittlerweile freigekämpften Raum, die sterblichen Überreste beider
Kameraden, die mit militärischen Ehren in Gulbji/Lettland beigesetzt wurden.
Für seine Erfolge in der Bekämpfung feindlicher Panzer erhielt er am
28.01.1945 posthum das Ritterkreuz verliehen.