Ritterkreuzträger
Helmuth Bode
Major, Schlachtflieger





Helmuth Bode wurde am 15.10.1907 in Metz geboren und arbeitete zunächst als
Fluglehrer an der Deutschen Verkehrsfliegerschule. Als solcher nimmt er ab 1936
an Reserveübungen teil und wird im Juni 1938 im Range eines aktiven
Oberleutnants in die Luftwaffe übernommen. Zunächst gehörte er der
Küstenaufklärungsstaffel 2/506 in Dievenow an, besuchte dann, freiwillig, von
Juni bis August 1939 die Stukaschule in Kitzingen, um dann als Kapitän die 1.
(Stuka) Staffel der Trägergruppe 186 in Kiel-Holtenau zu übernehmen. Diese
Gruppe war zunächst für den im Bau befindlichen deutschen Flugzeugträger "GRAF
ZEPPELIN" bestimmt. Mit seiner Gruppe flog er 1940 erste Einsätze gegen
Frankreich. Ab Mai 1940 wechselte Bode als Kommandeur zur III. Gruppe des
Stuka-Geschwaders 77, deren Führung er im Juli 1940 übernahm. Dabei nahm er an
den Einsätzen in Frankreich, England, dem Balkan und Russland teil. Seine Gruppe
errang bei Angriffen auf Schiffsziele im Raum Griechenland beachtliche Erfolge
so versenkte sie 46.000 BRT und beschädigte 86.000 BRT. Weitere Schiffe folgten
im Schwarzen Meer und beim Kampf um Sewastopol. Für seine geleisteten 145
Frontflüge wird er am 10.10.1941, als Hauptmann und Kommandeur des III. Gruppe
des Sturzkampfgeschwaders 77 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Im September 1932 verließ Bode das Geschwader und übernahm ab November 1942 die
Leitung des Erprobungs-Kommandos "Flugzeugträger Graf Zeppelin", bei der
Erprobungsstelle in Travemünde. Nach Auflösung des Kommandos wird er als Leiter
des Lehrkommandos und Instrukteur für Ju 87 zur Luftwaffen-Mission Bulgarien
versetzt. Dem schloss sich ab August 1944 der Posten des
Luftwaffen-Verbindungsoffiziers zur ungarischen Armee und ab Januar 1945,
zuletzt als Major, zur deutschen Heeresgruppe E an.
Nach dem Krieg trat er der Bundeswehr bei und stieg dort bis zum Major auf.
Helmuth Bode verstarb am 13.04.1985 in Bielefeld.