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Ritterkreuzträger Rudolf Böhlein
Hauptmann, Fallschirmjäger

Rudolf Böhlein wurde am 04.01.1917 in Roth im kreis Schwabach geboren und gehörte ab dem 01.10.1936 zur 2. Kompanie der Heeres-Unteroffiziersschule. Er wechselte dann am 12.10.1937 in die 4. Kompanie, bzw. am 03.11.1938 in die 7. Kompanie des Gebirgs-Jäger-Regiments 140, mit der er am Polen-Feldzug teilnahm und den Westwall sicherte.
Ab dem 02.04.1940 in der 8. Kompanie des Gebirgs-Jäger-Ersatz-Regiments 136 in Kufstein, besucht er am 27.05.1940 einen Sonderlehrgang für Offiziersanwärter der Infanterie beim Stellvertretenden Generalkommando des XVIII. Armee-Korps in Glasenbach. Damit nahm er nicht am West-Feldzug teil und wechselte am 17.08.1940 wieder zur 8. Kompanie des Gebirgs-Jäger-Ersatz-Regiments 136 und wurde dort am 26.11.1940 der Radfahr-Ersatz-Kompanie 76 im Rahmen des II. Bataillons des Regiments zugeteilt. Dort meldete er sich freiwillig zu den Fallschirmjägern und besucht so ab dem 01.08.1941 einen Fallschirmschützen-Lehrgang in Stendal und wechselt mit Ende der Ausbildung am 01.03.1942 als Zugführer in der 9. Kompanie zum Fallschirmjäger-Regiment 4 an der Ostfront.
Dort wird er am 01.07.1942 zum Führer des Pionier-Zuges des Regiments ernannt, den er am 14.01.1944 abgibt, um am 15.01.1944 die Führung der 2. Kompanie des Regiments zu übernehmen. Als solcher tritt er erst am 31.01.1944, mit Wirkung zum 01.02.1944, aus dem Heer aus und in die Luftwaffe ein. Zu jener Zeit befand sich das Regiment im Rahmen der 1. Fallschirmjäger-Division im Mittelmeerraum in schweren Kämpfen auf Sizilien und in Süditalien. Bereits am 18.02.1944 löste das Regiment das Fallschirmjäger-Regiment 1 ab und besetzte die Hauptkampflinie bis zur Anschlussstelle zu den Gebirgsjägern im Raum Cassino. Dabei wurde die Lücke zwischen dem Klosterberg und der Stadt Cassino in einem Nachtangriff durch das I. Bataillon des Regiments geschlossen. Dabei zeichnete sich besonders die 2. Kompanie unter deren Führer Böhlein aus. Außerdem unterband gerade die 2. Kompanie die Bewegungsfreiheit der gegnerischen Einheiten auf dem Rocco Janula, störte durch Stoßtrupps den Nachschub, brachte Gefangene ein und vernichtete Trägerkolonnen. Dabei wurde Böhlein am 26.06.1944 verwundet. Für seine Erfolge im Raum Cassino wurde er am 02.11.1944 durch die Division zum Ritterkreuz eingereicht, das ihm am 30.11.1944 verliehen wurde. Kurz zuvor hatte er am 08.11.1944 die Führung des II. Bataillons übernommen, dessen Kommando er dann am 13.03.1945 übernahm.
Sein weiterer Weg wird in der Fachliteratur unterschiedlich wiedergegeben. Zum einen soll Böhlein 1945/46 in Kriegsgefangenschaft geraten sein. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Eine anderen Quelle zufolge, die plausiblere, fällt Rudolf Böhlein am 19.04.1945 am La Futa-Paß südlich von Bologna im Kampf.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.10.1937 Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz

30.11.1944

Unteroffizier 01.10.1938 überzählig Eisernes Kreuz II. Klasse 01.10.1939
Unteroffizier 01.11.1938   Eisernes Kreuz I. Klasse 04.01.1943
Feldwebel OA 16.08.1940   Fallschirmschützen-Abzeichen ???
Leutnant 17.06.1941 -3060- m. Wirk. v. 01.04.1941 (RDA v. 01.04.1941 (2129))   Deutsches Kreuz in Gold 24.02.1944
Oberleutnant 10.12.1943 - 8100- m. Wirk. v. 01.01.1944 (RDA v. 01.01.1944 (200))      
Oberleutnant 22.06.1944 neues RDA i.d. Luftwaffe v. 01.07.1943 (227a)      
Oberleutnant 30.11.1944 neues RDA v. 01.12.1941 (483)      
Hauptmann 01.01.1945 -222- m. Wirk. v. 01.01.1945 (RDA v. 01.07.1944 (13a))      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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