Wolfgang Böwing-Treuding wurde am 28.01.1922 in Hamburg geboren und gehörte
ab dem Frühjahr 1941 zur 8. Staffel des Jagdgeschwaders 51. Seinen ersten
Luftsieg errang er am 13.07.1941 über dem russischen Luftraum und erhöhte sein
Abschusskonto bis Ende 1941 auf neun Luftsiege. Zuvor war er Ende August in die
12. Staffel versetzt worden. Bis Ende 1942 stieg die Anzahl der abgeschossenen
Gegner auf 39. Ab Mitte Juni 1942 gehörte er dann der Stabsstaffel des
Geschwaders an.
Am 18.12.1942 wird er Kapitän der 10. Staffel, wobei neben den Jagdeinsätzen
auch Kampfeinsätze gegen Bodenziele erfolgten.
Am 11.03.1943 stieg Böwing-Treuding zu seinem letzten Feindflug auf russische
Kraftfahrzeugansammlungen bei Dubnitza, westlich Welikije Luki auf, wobei sein
Flugzeug, eine Fw 190 A-4, durch einen Flakvolltreffer getroffen. Beim Aufschlag
der Maschine wurde er tödlich verletzt. Bis zu seinem Tode errang er 46
Luftsiege an der Ostfront, darunter 15 Il-2 und 20 Bomber.
Für seine Erfolge wird Wolfgang Böwing-Treuding, als Oberleutnant und Kapitän
der 10. Staffel, am 24.,03.1943 posthum mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.