Hubertus von Bonin wurde am 03.08.1911 in Potsdam geboren und trat nach
seiner schulischen Ausbildung freiwillig der Luftwaffe bei. Dort meldete er sich
im herbst 1938 zur Legion Condor nach Spanien, wo er am 05.12.1938 Werner
Mölders als Kapitän der 3. Staffel der Jagdgruppe 88 ablöste. Im Verlauf des
spanischen Bürgerkriegs schoss von Bonin 4 republikanische Jäger ab.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland übernahm er am 28.06.1939 die 5. Staffel
des Jagdgeschwaders 26 und wurde am 01.01.1940 zum Kommandeur der I. Gruppe des
Jagdgeschwaders 54 ernannt. Als solcher erzielte er am 11.05.1940 seinen 1.
Luftsieg des 2. Weltkriegs, dem bis September 1940 noch 8 weitere britische
Jäger und Bomber folgten.
Ab dem 01.07.1941 an die Jagdfliegerschule 4 versetzt, wird er drei Monate
später zum Kommandeur der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 52 in Russland
ernannt. Dort schoss er am 17.11.1942 seinen 30. Gegner vom Himmel und erhielt
für seinen 51. Luftsieg am 21.12.1942, als Major und Kommandeur der III. Gruppe
des Jagdgeschwaders 52, das Ritterkreuz.
Nachdem er am 03.05.1943 seinen 60. Abschuss errang, wird er am 06.07.1943 zum
Kommodore des Jagdgeschwaders 54 ernannt.
Bei einem Angriff auf 6 gegnerische Schlachtflugzeuge vom Typ Il-2 östlich von
Gorodok, am 15.12.1943, wird Hubertus von Bonin durch einen gegnerischen Jäger
tödlich abgeschossen. Bis dahin hatte von Bonin 77 Luftsiege erreicht. Davon 4
in Spanien, 9 im Westen und 64 an der Ostfront. Posthum wird er zum
Oberstleutnant befördert.