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Ritterkreuzträger Johann Boos
Oberfeldwebel, Kampfflieger

Der spätere Ritterkreuzträger der Luftwaffe Johann Boos wurde am 01. August 1915 in Ney, im Kreis St.Goar/Hunsrück, geboren.
Seine militärische Laufbahn begann für ihn zunächst beim Heer in der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments 55, welches zur 17. Infanterie-Division gehörte. Nach der Absolvierung der Grundausbildung meldete er sich im Herbst 1936 freiwillig zur neuen Luftwaffe in Würzburg. Seine Ausbildung zum Flugzeugführer erfolgte ab Frühjahr 1938 in Detmold, Magdeburg, Münster, Celle und Tutow.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde er Pilot in der 9. Staffel des Kampfgeschwaders 55, in Neudorf bei Oppeln, welches zur damaligen Zeit von
Oberst Alois Stoeckl kommandiert wurde. Bei der Bekämpfung von Schiffszielen, sowie Industrie- und Eisenbahnanlagen während der Schlacht um England, sammelte Boos bedeutende Erfolge. Hierbei wurde er verwundet. Sein Können stellte er auch Feldzug gegen die Sowjetunion unter Beweis.
Sein 416. Feindflug, den er am 16. Mai 1943 durchführte, war für ihn der letzte Flug für die deutsche Luftwaffe im 2. Weltkrieg. Bei diesem Feindflug wurde seine He-111 bei einem Angriff auf den Bahnhof Krapotkin abgeschossen und stützte bei Armawir ab. Die überlebende Flugzeugbesatzung versuchte sich auf die deutsche Seite durchzuschlagen, wurde jedoch nach 3 Tagen gefasst und kam in russische Gefangenschaft. Nach 5 Jahren in der russischen Fremde wurde er am 2. Juni 1948 aus dem Lager Tcheljabinsk in Sibirien schwer erkrankt entlassen.
Johann Boos kehrte zurück nach Deutschland. Erst jetzt wurde ihm bekannt, das man ihm  am 09.10.1943 nachträglich das Ritterkreuz verliehen hatte. Aufgrund der Verleihung des Ritterkreuzes erhielten seine Eltern ab dem 01.02.1944 eine monatliche Beihilfe von 100 Reichsmark.
Nach seiner Gefangenschaft arbeitete Boos ab Oktober 1950 als Arbeiter in einem Hochspannungselektrizitätswerk, sowie zeitweise auch als Hilfsarbeiter in der Holzbeschaffung. Vom 01.10.1969 bis 31.07.1980 war er dann Technischer Angestellter beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz, bis er in den wohlverdienten Ruhestand entlassen wurde.
Johann Boos verstarb am 20.12.2003 in Kratzenburg bei Koblenz.

 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter
01.10.1937
Flugzeugführerabzeichen

03.06.1939

Unteroffizier 01.04.1939 Eisernes Kreuz II. Klasse 12.06.1940
Feldwebel 01.04.1941   Verwundetenabzeichen in Schwarz 25.09.1940
Oberfeldwebel 01.08.1942 Eisernes Kreuz I. Klasse 20.04.1941
Oberfeldwebel (Bw) (Z) ???   Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze 13.04.1941
      Frontflugspange für Kampfflieger in Silber 25.06.1941
      Frontflugspange für Kampfflieger in Gold 19.10.1941
      Ehrenpokal 19.09.1941
      Deutsches Kreuz in Gold 10.07.1942
      Frontflugspange für Kampfflieger mit Anhänger 16.10.1942
      Krimschild 15.03.1943
      Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 09.10.1943

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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