Rolf Bornemann wurde am 03.11.1921 in
Göttingen geboren und trat am 05.06.1941 seinen Dienst an. Mit Meldung vom 30.06.1941
gehörte
er der 3. Batterie der Flak-Ersatz-Abteilung 21 in Oldenburg an.
Laut Meldung vom 01.07.1943 gehörte er der 4. Batterie der schweren
Flak-Abteilung 541 an und kommt mit Meldung vom 16.12.1944 in die I. Abteilung
des Flak-Regiments 5, dieses erhielt am 24.01.1945
den Zusatz Sturm-Regiment, wo er mit Meldung vom 24.01.1945 als
Ordonnanz-Offizier im Stabe arbeitete.
Im Rahmen der I. Abteilung unter Major Kosek, die zum Verband der 18.
Flak-Division gehörte, die sich in Ostpreußen besonders auszeichnete, errang
Bornemann in schwersten Erdkämpfen im Raum Gumbinnen, fast auf sich allein
gestellt, entscheidende Abwehrerfolge. Dazu wurde die I. Abteilung extra aus
dem Abschnitt Ebenrode herausgelöst. Unter dem Schutz dieses Flakriegels
gelang die Bereitstellung der eigenen Angriffsverbände und die Schließung der
Frontlücke. Durch die Erfolge der Abteilung und durch die persönliche
Initiative Bornemanns, erhielt dieser am 17.04.1945 als Leutnant der Reserve
und Ordonnanz-Offizier im Stab der I. Abteilung des Flak-Sturm-Regiments 5 das
Ritterkreuz.
Zum Zeitpunkt der Verleihung befand sich Bornemann schwer verletzt im
Lazarett, wo ihm das Ritterkreuz ausgehändigt wurde. Durch seine Verwundung
hatte er das rechte Auge und den rechten Arme verloren. Bei der Verlegung des
Lazaretts nach Westen gingen leider sämtliche Papiere und die Auszeichnung
verloren. Zuvor war ein Rotarmist in die Flak-Stellung eingedrungen und hatte
Bornemann zu Boden gerissen. Bei dem Kampf am Boden der sich entwickelte,
löste sich eine Handgranate, die explodierte, den Gegner tötete und Bornemann
schwer verwundete.
Rolf Bornemann, Verleihchef bei United Artists in Hamburg; verstarb am 05.11.1960 bei
einem schweren Autounfall in der Nähe von Aschaffenburg. Beigesetzt wurde er
in Hamburg. Sämtliche Umstände der Verleihung liegen aber im Dunkeln. Von
daher wird um Mithilfe gebeten.