Hans-Joachim brand wurde am 16.05.1916 in Lüneburg geboren und sollte zu den
bekanntesten Stuka-Piloten der Stuka-Gruppe 77, des späteren Stuka-Geschwaders,
avancieren.
Brand trat am 01.04.1936 der Luftwaffe bei, erhielt dort seine fliegerische
Ausbildung und wurde schließlich zur II. gruppe des Stuka-Geschwaders 2 "Immelmann"
versetzt.
Zum Unteroffizier befördert, nimmt er an ersten Kampfeinsätzen über Hela,
Modlin und Warschau teil. Dafür mit dem EK II ausgezeichnet, kommt er in die 4.
Staffel des Stuka-Geschwaders 2 "Immelmann" mit der er an den Einsätzen
im Westen eingesetzt wird. Dabei unterstützt er die vorgehenden deutschen
verbände an den Maas-Brückenköpfen, in Flandern und Dünkirchen. Es folgen dann
Einsätze über England und gegen den britischen Schiffsverkehr.
Später zum Stuka-Geschwader 77 versetzt, nimmt er dort ab 1941 bereits als
Leutnant an den schweren Lüftkämpfen teil. So flog er bereits im Januar 1942
seinen 200. Einsatz, auf die Hafenmolle Feodosia als Flugzeugführer in der 8.
Staffel des Geschwaders.
Im Laufe des Jahres wechselte er in die 6. Staffel und wurde später zum Kapitän
der 1. Staffel des Geschwaders ernannt. Am 03.08.1943 flog er bei Tolokonja
seinen 500. Feindflug und Anfang Mai 1944 seinen 800. Im gleichen Jahr zum
Kapitän der 2. Staffel ernannt, übernimmt Brand ab November 1944 den Posten des
Kommandeurs der I. Gruppe des Geschwaders. Für seine bisherigen Erfolge wird er
am 05.12.1943, als Kapitän der 1. Staffel, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 18.04.1945 wird er im Raum Alteno bei Luckau von sowjetischer Flak in 500
Meter Höhe bei einem Sturzflugangriff auf gegnerische Panzer mit seine Fw 190
abgeschossen, wobei Hans-Joachim Brand tödlich verwundet wird.
Brand flog insgesamt 964 Einsätze, davon ca. 150 mit der Fw 190.