Joachim Brendel wurde am 27.04.1921 in Urichshalben bei Weimar geboren und
trat 1939 als Fahnenjunker der Luftwaffe bei. Später zum Leutnant befördert,
befindet er sich mit Meldung von April 1941 in der 2. Staffel des
Jagdgeschwaders 51, mit der er ab Juni 1941 an der Ostfront zum Einsatz kam.
Dort errang er am 29.06.1941 seinen ersten Luftsieg. Sein zweiter sollte erst am
31.03.1942, nach 116 Einsätzen, folgen. Für Gemeinhin stiegen die Abschusszahlen
eines Jagdfliegers nach dessen ersten Abschuss, doch Brendel verschlechterte
sich eher. Nach und nach fing er sich jedoch und verzeichnete am 12.12.1942
seinen 10. Abschuss.
Am 24.03.1943 folgte dann der 20. und damit die Wende.
Im Mai 1943 zum Führer der 1. Staffel des Geschwaders ernannt und später zum
Kapitän, erzielte er am 22.11.1943 seinen 100. Abschuss bei seinem 551.
Feindflug. Er erhielt dafür, noch am gleichen Tag, als Oberleutnant und Kapitän
der 1. Staffel des Jagdgeschwaders 51 am 22.11.1943 das Ritterkreuz.
Nach der Beförderung zum Hauptmann, übernimmt Brendel am 02.07.1944 das Kommando
über die III. Gruppe und erzielt am 16.10.1944 auf seinem 792. Einsatz seinen
150. Abschuss.
Nach seinem 156. Abschuss erhält er als Hauptmann und Kommandeur der III. Gruppe
des Jagdgeschwaders 51, am 14.01.1945 das 697. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Bis Kriegende flog Brendel an der Ostfront und errang dort auf 950 Feindflügen,
wovon 162 Einsätze als Unterstützungseinsätze für das Heer geflogen wurden, 189
Abschusserfolge. Davon blieb er 88 mal der Sieger über die gefürchtete IL-2 "Sturmovik".
Joachim Brendel verstarb am 07.07.1974 in Köln.