Heinz Bretnütz wurde am 24.01.1914 in Mannheim geboren und trat nach der
schulischen Ausbildung der Luftwaffe bei. Später flog er von Herbst 1938 bis
März 1939 in der 2. Staffel der Jagdgruppe 88 in Spanien. Bretnütz errang dort
zwei Luftsiege.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland trat er zur II. Gruppe des Jagdgeschwaders
53. Mit dem Geschwader kam er an der Westfront zum Einsatz, wo er bereits am
30.09.1939 seinen ersten Luftsieg errang. Am 31.03.1940 folgten gar drei
gegnerische "Morane" an einem Tag.
Nach Beginn des Westfeldzuges übernahm er am 24.06.1940 den Posten des Kapitäns
der 5. Staffel des Geschwaders. Während der folgenden Luftkämpfe am Kanal und
über England stieg Bretnütz zu den erfolgreichsten deutschen Jagdfliegern auf.
Nach 20 Luftsiegen und dem Abschuss von 12 Ballonen erhielt er als Hauptmann und
Kommandeur der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 53, am 22.10.1940 das Ritterkreuz.
Bis zum 03.05.1941 folgten weitere 10 Abschüsse. Mit Beginn des
Russland-Feldzuges standen 34 Abschüsse auf dem Konto von Bretnütz.
Am 22.06.1941, dem Tag des deutschen Angriffes auf die Sowjetunion, wurde er im
Kampf mit russischen Bombern, wobei er eine SB-2 abschießen konnte, schwer
verwundet. Dadurch musste er im Frontgebiet notlanden und konnte so erst spät
ärztlich behandelt werden. Infolge dieser Verspätung und der Amputation des
linken Beines verstarb Heinz Bretnütz am 27.06.1941 auf dem Hauptverbandsplatz
Jubarkas.
Bretnütz hatte auf 244 Feindflügen, 37 Luftsiege errungen. Davon zwei in
Spanien, einer im Osten und 12 Ballone.