Klaus Bretschneider wurde am 04.05.1920 in Berlin-Steglitz geboren und
gehörte seit Juli 1943 zur 5. Staffel des Jagdgeschwaders 300. Seinen ersten
Luftsieg erzielte er in der Nacht vom 05. auf den 06.09.1943. Damit begann sein
Aufsteig zu einem der erfolgreichsten Einmann-Nachtjäger der Jagdgeschwader "Wilde
Sau". So konnte er bis April 1944 in nur 20 Kampfeinsätzen 14 britische
Bomber bei Nacht abschießen.
Am 19.07.1944 zum Kapitän der 5. (Sturm) Staffel ernannt, schoss er am
07.10.1944 drei B-17-Bomber ab, wovon er eine rammte, wobei er sich mit dem
Fallschirm retten konnte. Andere Quellen berichten, daß er sein Flugzeug trotz
Schaden in einer Notlandung retten konnte. Dafür wurde ihm als Leutnant am
18.11.1944 das Ritterkreuz verliehen. In den offiziellen Listen der Verleihungen
des Ritterkreuz wird er als Flugzeugführer in der 5. Staffel genannt, andere
Quellen weisen ihn als Staffelkapitän der 5. Staffel aus. Dies gilt es noch zu
klären.
Am 24.12.1944 wird er mit seiner Fw 190A bei Oberaula im Kampf mit
amerikanischen Jägern tödlich abgeschossen. Sein Bruder Hans fiel bereits am
24.03.1943 bei seinem ersten Einsatz als Stukaflieger über Malta.
Klaus Bretschneider errang 34 Luftsiege in der Reichsverteidigung, davon 14 in
der Nacht und über 17 Viermots am Tag.