Herbert Brönnle wurde am 25.12.1920 in München-Passing geboren und kam nach
seiner fliegerischen Ausbildung am 01.09.1940 in die 2. Staffel des
Jagdgeschwaders 54. Seinen ersten Luftsieg erringt er am 23.06.1941 an der
Ostfront, als er im Kampf gegen einen sowjetischen SB-2-Zweimot-Bomber siegreich
blieb.
Am 06.07.1941 gelingt es ihm insgesamt drei Flugzeuge abzuschießen und verbuchte
am 12.08.1941 seinen 10. Abschuss. Fünf Tage später hatte seine Me 109 einen
Maschinenschaden, womit Brönnle 20 Kilometer hinter der Front auf gegnerischem
Boden bei Tschertskowad notlanden musste. Er entging erfolgreich der
Gefangennahme und erreichte wohlbehalten die eigenen Linien.
Am 03.02.1942 erringt er den 20. Abschusserfolg über einen I-16-Jäger. Der Pilot
dieser Maschine war der bisher erfolgreiche Leutnant Ivan Tschulkov, selbst
Sieger über 9 gegnerische Flugzeuge. Außerdem teilte er sich zwei weitere
Anschüsse deutscher Maschinen.
Am 14.05.1942 erreicht er den 30. Abschuss, wird aber durch Abwehrfeuer
verwundet. Im Zusage der Ausheilung seiner Verwundung, muss er bis Dezember 1942
am Boden bleiben. Dennoch erreicht er am 24.01.1943 seinen 50. Erfolg über eine
gegnerische Maschine. Dafür wird er am 14.03.1943 als Oberfeldwebel und
Flugzeugführer in der 2. Staffel des Jagdgeschwaders 54 mit dem Ritterkreuz
ausgezeichnet. Kurze Zeit später wird er in die 3. Staffel der Jagdgruppe Süd
versetzt, wo er die Ausbildung der Nachwuchspiloten übernahm. Bereits am
19.05.1943 kehrt er zum Einsatz zurück und wird der 2. Staffel des
Jagdgeschwaders 53, die auf Sizilien lag, zugeteilt. Brönnle schoss dort am
02.07.1943 einen US-B-24-Bomber als 58. Erfolg ab. Dies sollte sein letzter
Luftsieg bleiben.
Am 04.07.1943 nimmt er den Luftkampf gegen britische Spitfire-Jäger auf, wobei
er über Catania Treffer in seiner Me 109 G-6 "Schwarze 8" erhält. Er
versuchte noch zu seiner Basis zu gelangen. Doch der Motor platze und die
Maschine stürzte fast senkrecht nördlich des Lago Lentini ab. Möglicherweise
wurde er Opfer des Neuseeländers Evan "Rosie" Mackie.
Auf 387 Frontflügen errang Brönnle 58 Luftsiege. 57 davon an der Ostfront und
einen an der Südfront.