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Ritterkreuzträger Wilhelm "Bobbi" Bromen
Oberleutnant, Schlachtflieger

Wilhelm Bromen wurde am 26.08.1915 in Dülmen/Westfalen geboren und nahm nach seiner schulischen Laufbahn, den Beruf eines Segelfluglehrers auf. Als solcher kommt er zur weiteren Ausbildung zur Ergänzungsgruppe Graz, um dann im Herbst 1941 zur II. Gruppe des Stuka-Geschwaders 2 "Immelmann" zu wechseln.
Zumeist als Pilot in der 4. Staffel in Russland im Einsatz, erreichte Bromen bedeutende Erfolge, so schoss  er unter anderem 76 sowjetischen Panzer ab, vier Panzer- und zwölf Güterzüge und errang dabei sogar einen Luftsieg.
Seinen 500. Feindflug seiner insgesamt 965 Einsätze flog er am 27.12.1942, wurde dann zum Leutnant, möglicherweise als Kriegsoffizier, befördert und flog zudem nun beim Schlachtgeschwader 151, bzw. in der I. Gruppe des (Panzer-) Schlachtgeschwaders 9, die mit FW 190-Flugzeugen ausgerüstet war. Dabei nahm er an mehreren Einsätzen bei den Erdkämpfen an der Ostfront teil.
Nach dem 600. Feindflug wurde Wilhelm Bromen zum Ritterkreuz eingereicht, daß ihm als Leutnant und Flugzeugführer in der 1. Staffel des Sturkampfgeschwaders 2 "Immelmann" am 16.04.1943 verliehen wurde.
 Kurz bevor die Gruppe nach Sülte verlegte, flog sie Einsätze von Wittstock/Dosse und Rechlin gegen die vorrückenden sowjetischen Truppen. Da der mecklenburgische Raum nicht mehr zu halten war, erhielt die Gruppe den Befehl am 30.04.1945 nach Schleswig-Holstein zu verlegen. Mit gleichem Tag begannen die Alliierten mit ihrem Angriff über die Elbe und setzten dafür auch starke Jägerverbände ein, die auch im Luftraum südlich Schwerin eingesetzt wurden. Bereits am Morgen entdeckten diese den Feldflugplatz Sülte und überwachten diesen.
Die ersten Luftkämpfe im betreffenden Raum müssen gegen 09.45 Uhr erfolgt sein, als drei deutsche Flugzeuge im Raum Banzkow abgeschossen wurden. Als nun die Flugzeuge der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 9, nach einem Raketenangriff auf alliierte gepanzerte Fahrzeuge, zur Landung auf Sülte ansetzten, wurden diese gegen 10.45 Uhr von der 350. belgischen Squadron angegriffen. Bei diesen Luftkämpfen wurden mindestens sechs deutsche Flugzeuge abgeschossen. Darunter der Kommandeur der Gruppe Eichenlaubträger Andreas Kuffner, der nach der Landung am Boden rollend getroffen wurde und sich überschlug. Kuffner erstickte dabei in seiner Kanzel. Oberfeldwebel Gottfried Wagner raste mit seiner Maschine in ein Haferfeld. Diese explodierte dort, wobei der Pilot verbrannte. Auch Bromen wurde abgeschossen, nachdem er selbst einen Gegner abschießen konnte. Bromen sprang über Schwerin, schwer verwundet, mit dem Fallschirm ab und wurde in ein Lazarett gebracht.
Zwischen 11.25 Uhr und 11.30 Uhr erfolgten weitere Luftkämpfe mit weiteren Flugzeugen der Gruppe. Diesen fielen u.a. der Führer der 3. Staffel Ritterkreuzträger Reiner Nossek, der Oberfeldwebel Wilhelm Mörsch, der Unteroffizier Bernhard Schulte und ein Unteroffizier Schmidt zum Opfer. Im Ganzen meldeten britische Flieger den Abschuss von mindestens 14 deutschen Flugzeugen.
Wilhelm Bromen verstarb am 01.10.1990 in Innsbruck.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Flugzeugführer-Abzeichen ???
Obergefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Unteroffizier ??? Frontflugspange für Schlachtflieger in Bronze ???
Feldwebel ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberfeldwebel ??? Frontflugspange für Schlachtflieger in Silber ???
Leutnant ??? Ehrenpokal 13.09.1942
Oberleutnant ??? Deutsches Kreuz in Gold 17.11.1942
  Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold ???
Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 16.04.1943

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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