Heinrich Brücker wurde am 05.05.1913 in Kiel geboren., Über seinen
militärischen Werdegang ist bislang wenig bekannt.
Er gehörte bereits früh der Luftwaffe an und meldet sich freiwillig zum Einsatz
in Spanien im Rahmen der Legion Condor. Brücker gehörte dort zur 2.
Jägerstaffel/88 und schoss dabei als Leutnant eine Il-16 vom Himmel. Des
weiteren stellt er in Spanien eine Testgruppe des Hs 123 auf. Auf über 250
Einsätzen entwickelte Brücker die taktischen Vorraussetzungen der
Sturzkampfwaffe.
Wieder in der Heimat widmete er sich dem Aufbau der Stuka-Waffe. Seine
Verwendung in den ersten zwei Jahren des 2. Weltkrieges ist bisher unbekannt.
Als Angehöriger, mglw. auch Kommandeur der III. Gruppe des Stuka-Geschwaders 2 "Immelmann",
nimmt er an Einätzen der Gruppe über dem Mittelmeer teil. Dabei führte er den
Angriff auf den britischen leichten kreuzer "AJAX", wobei dieser
einen Treffer erhielt.
Für die erfolgreichen Einsätze seiner Gruppe wird Brücker am 24.06.1941, als
Hauptmann und Kommandeur der III. Gruppe des Stuka-Geschwaders 2 "Immelmann"
mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Brücker wechselt dann im Mai 1943 zum Schnellkampfgeschwader 10 und
übernimmt im August 1943 das Kommando über die Schlachtgeschwader 4. Dieses gibt
er im mai 1944 ab und wechselt in den Jagdverband 44 und nimmt so an Einsätzen
mit der Me 262 teil.
Brücker trat nach dem Krieg der Bundeswehr bei und wird dort am 30.09.1971 im
Range eines Obersten in den Ruhestand entlassen.
Heinrich Brücker verstarb am 14.06.1984 in Eckernförde.