Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Hilfswerk Ritterkreuz e.V. - Buchhinweis - Geschichte des EK


__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt
 

Ritterkreuzträger Hermann Buchner
Leutnant, Schlachtflieger

Hermann Buchner wurde am 30.10.1919 in Salzburg geboren und trat 1937 der österreichischen Luftwaffe bei. Noch während seiner Ausbildung erfolgte der Anschluss Österreichs ans Reich und damit die Angliederung der österreichischen Luftstreitkräfte in die deutsche Luftwaffe.
Nach Ende der Ausbildung zum Unteroffizier befördert, wird Buchner zunächst nur Lehreinrichtungen zugeteilt, wo er seinerseits neue Piloten ausbildete. Als Fluglehrer kommt er dabei zum Flieger-Ausbildungs-Regiment 22 nach Güstrow und zur Flugzeugführerschule "See 2" nach Pütnitz. Vom 02.06. bis zum 01.11.1941 gehört er der 1. Staffel der Jagdschule Werneuchen an und ab dem 02.11.1941 his zum 31.01.1942 der Schlacht-.Lehr-Ergänzungsstaffel in Lippstadt. Damit kommt er weder gegen Polen, noch gegen Frankreich, England oder auf dem Balkan zum Einsatz.
Im Februar 1942 wechselte er dann jedoch in die 8. Staffel des Schlachtgeschwaders 1 an die Ostfront und fliegt am 07.05.1942 seinen ersten Kampfeinsatz im Raum Kertsch. Er kommt dabei fortan gegen Truppenmassierungen, Brücken, Nachschublinien, Bunker oder Angriffsbewegungen des Gegners zum Einsatz. Schnell zeigte sich sein besonderes Talent. Auf dem Vormarsch der 6. Armee nach Stalingrad unterstützt Buchner den Kampf der eigenen Truppen so gut er kann. Mehrmals am Tag steigt er mit seinen Kameraden zum Feindflug auf. Zu diesem Zeitpunkt wurde er bereits als Schwarmführer verwendet und war neben den beiden Ritterkreuzträger Dommeratzki und Stollnberger einer der erfolgreichsten Einsatzführer der Staffel.
Nach einer Behandlung in einem Lazarett wegen des gefährlichen Sumpffiebers, wird Buchner im Februar 1943 als Einflieger zum Flugzeugwerk Erla bei Leipzig kommandiert. Er testete dort stichprobenartig die auszuliefernden Flugzeuge auf Fehler. Bei eine3m dieser Testflüge, im März 1943, gerät die Me 109 G während des Fluges in Brand und Buchner musste per Fallschirm abspringen. Dabei verletzte er sich erheblich. Erst drei Monate später war er wieder flugtauglich und kehrte zu seinem Geschwader an die Front zurück.
Buchner übernahm während der schweren Abwehrkämpfe zweierlei Aufgaben. Zum einen schirmte er mit seinem Schwarm die eigenen Kampfflugzeuge gegen sowjetische Jäger ab, zum anderen spezialisierte er sich auf Jagdbomberangriffe auf gegnerische Panzer.
Ende 1943 wurde seine Staffel umbenannt und als 6. Staffel in die II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 "Immelmann" überführt. Dieses Geschwader brachte neben den bekannten Schlachtfliegern Rudel, Boerst, Dilley oder Land noch weitere 122 Ritterkreuzträger hervor.
Es folgten dann Einsätze auf der Krim, sowie später in Rumänien. Dabei avancierte Buchner bald zu den besten und erfolgreichsten Schlachtpiloten. Am 27.08.1943 flog er seinen 300. Frontflug, dem am 04.03.1944 der 500. im Raum Karankut auf der Krim folgte. Für diese beachtliche Zahl an Feindflügen, sowie für 13 abgeschossene Flugzeuge als Schlachtflieger, wird Buchner zum Ritterkreuz eingereicht. Dieses wird ihm schließlich als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 "Immelmann" am 20.07.1944, dem Tag des Hitler-Attentats verliehen. Bereits am 01.06.1944 hatte er die Führung der 4. Staffel des Geschwaders übernommen und wechselte dann zur Schlachtflieger-Ergänzungsgruppe 154 nach Prossnitz.
Im Zuge der Aufstellung eines eigenen Jagdverbandes für die Me 262, durch Galland, meldete sich Buchner freiwillig eben zu dieser Truppe und erhielt anschließend eine Düsenjäger-Ausbildung. Im November 1944 wurde er dem "Ausbildungskommando Nowotny" auf dem Lechfeld zugeteilt. Bereits auf seinem ersten Feindflug mit der Me 262 errang Buchner einen Abschuss. In den nächsten Wochen, das Kommando Nowotny war mittlerweile in die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 7 aufgegangen, folgten weitere Erfolge. Innerhalb von 19 weiteren Einsätzen, erhöhte er sein Abschusskonto um weitere 11 Abschüsse. Buchner steht damit an 3. Stelle der erfolgreichsten Me 262-Piloten. Dafür zum Leutnant befördert, reichte ihn sein Kommandeur Major Weissenberger zum Eichenlaub ein, das jedoch aufgrund des Kriegsendes nicht mehr zur Verleihung kam.
Hermann Buchner flog 631 Fronflüge. Davon 215 mit der Me 109 E, 396 mit der Fw 190 und 20 auf der Me 262. Er wurde dabei fünfmal abgeschossen, rettete sich zweimal mit einem Fallschirmabsprung, wurde zweimal verwundet und errang insgesamt 58 Luftsiege, davon 45 im Osten und 12 mit der Me 262. Zu seinen besonderen Erfolgen zählen der Abschuss von 10 Viermot-Bombern und die Vernichtung von 46 Panzern und eines Panzerzuges.
Nach dem Krieg flog Buchner zunächst als Beobachter im Wetterdienst der amerikanischen Besatzer und war Mitbegründer des Aero-Clubs in Salzburg. Anschließend verdingte er sich als Fluglehrer an der Segelfliegerschule Zell am See und trat später als Offizier der neuen österreichischen Luftwaffe bei. Er flog dort als einer der ersten den britischen Düsenjäger DH115 "Vampire", oder die schwedische Saab J29. Daraufhin als Technischer Offizier unter Major Bleckl in der Jagdbomber-Schutzstaffel in Graz eingesetzt, übernimmt Buchner dann den Posten eines Stabsoffiziers im Jagdbombergeschwader 1 und zugleich den Stellvertreterposten des Majors Bleckl.
Nach einer Verwendung in einer Stabsposition in der Fliegerdivision, steig Buchner 1979 zum Kommandanten des Fliegerhorstes Linz-Hörsching auf und wird schließlich 1980 in den wohlverdienten Ruhestand entlassen.
Hermann Buchner verstarb am 01.12.2005 in Lörsching bei Linz.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Flugzeugführer-Abzeichen ???
Obergefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Unteroffizier ??? Frontflugspange für Schlachtflieger in Bronze ???
Feldwebel ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Oberfeldwebel ??? Frontflugspange für Schlachtflieger in Silber ???
Leutnant ??? Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold ???
  Ehrenpokal 05.10.1942
  Krimschild ???
  Deutsches Kreuz in Gold 17.10.1943
  Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold mit Anhänger ???
  Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 20.07.1944
  Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats