Max Bucholz wurde am 03.11.1912 in Zerbst in Sachsen-Anhalt geboren und
gehörte bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zur 1. Staffel des Jagdgeschwaders 3.
Seine ersten sechs Luftsiege errang er allesamt an nur einem tag, dem
17.05.1940. Er schoss dabei vier Blenheim-Bomber und zwei Curtis-Jäger ab.
Während der Luftschlacht um England folgten im September 1940 drei weitere
Luftsiege, diesmal über britische Piloten. Bei einem Eskortierungs-Einsatz von
He 111-Bomber in den Luftraum von London, wird der Verband bestehend aus neun
Jägern, von britischen Flugzeugen angegriffen. Die Maschine von Bucholz, eine Me
109 E-1, wird dabei von Projektilen getroffen. Als Folge dieses Angriffes muss
Bucholz über dem Kanal abspringen. Einer seiner Kameraden kann jedoch ein in der
Nähe fliegendes Rettungs-Flugzeug alarmieren, das den deutschen Piloten
aufnimmt.
Mit Ende der Luftschlacht um England umfasste das Abschusskonto von Bucholz neun
Luftsiege.
Anfang 1941 wechselte Bucholz in die Stabsstaffel der I. Gruppe seines
Geschwaders und nimmt an den ersten Kämpfen gegen die Sowjetunion teil. Schnell
erhöht er sein Abschusskonto um weitere 18 Luftsiege. Darunter alleine vier am
29.06.1941 und fünf am 13.07.1941. Dabei muss er am 09.07.1941 bei Polonnoje mit
seiner Me 109 F-2 notlanden, nachdem er sich auf dem Rückweg von einer Mission
befand. Bucholz gelingt es dabei, zwar verwundet, aus dem Wrack herauszukommen.
Am 15.07.1941 wird er zum Kapitän der 2. Staffel ernannt und ersetzte damit den
bisherigen Kapitän Oberleutnant Helmut Meckel, der wegen Krankheit ausgefallen
war.
Für seine 27 Luftsiege auf 160 Kampfeinsätzen, erhielt Bucholz am 12.08.1941 als
Oberleutnant und Flugzeugführer im Stab der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 3, das
Ritterkreuz. Kurze Zeit später wurde die I. Gruppe nach Deutschland
transportiert, dort aufgefüllt und mit den neuen Me 109 F-4-Jägern ausgestattet.
Anschließend verlegte die Gruppe nach Holland und übernahm dort Abwehraufgaben.
Weiterhin wurde die Gruppe am 06.01.1942 in II. Gruppe des Jagdgeschwaders 1
umbenannt. Bucholz, zuvor Kapitän der 3. Staffel übernimmt nun den Posten des
Kapitäns der 5. Staffel im Jagdgeschwader 1. Am 12.02.1942 gelingt Bucholz sein
letzter, 28. Luftsieg. Seine Staffel stand dabei im Einsatz zum Schutz des
Durchbruches schwerer deutscher Schiffseinheiten durch den Kanal.
Ab Mitte 1942 wird Bucholz in eine Stabsposition versetzt und bleibt bis
Kriegsende der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 106, bzw. des Jagdgeschwaders 102
zugehörig. Insgesamt schoss er 28 gegnerische Flugzeuge ab, wobei andere Quellen
mehr als 30 Luftsiege festhalten. Mindestens 18 dieser Luftsiege errang an der
Ostfront.
Max Bucholz verstarb am 19.07.1996 in Warnemünde.