Arthur Büssecker wurde am 08.07.1918 in
Wieblingen bei Heidelberg geboren und leistete seinen Arbeitsdienst vom 04.04.1938 bis Ende Oktober 1938 in
Saarwellingen ab und trat am 01.12.1938 in die 2. Batterie des Flak-Regiments
49 in Mannheim ein.
Als Gefreiter und später als Unteroffizier nimmt er am Westfeldzug teil, wo er
u.a. an den Massübergängen, beim Bunkerbeschuss in Holland, in Belgien und
Frankreich zum Einsatz kommt. Es folgen dann Einsätze zum Flakschutz in den
Kriegshäfen am Kanal und Atlantik mit Schwerpunkt in Brest. Zum ersten mal
gegen Erdziele eingesetzt, zerstört er in den dortigen Kämpfen zwei
gegnerische Bunker. Aufgrund seiner Treffsicherheit in den Vorkriegsmanövern,
hatte er sich für diese spezielle Aufgabe empfohlen.
Ab Juni 1942 in Russland eingesetzt, nimmt er an den Vormarschkämpfen der 6.
Armee über Woronesh, Charkov, großer Donbogen und Stalingrad teil. Im Rahmen
der Einkesselung der Armee wird Büssecker im Nordriegel eingesetzt. Er wurde
mit seinem 8,8-cm-geschütz an strategisch entscheidender Stelle eingesetzt und
vernichtete vom 02. bis zum 04.12.1942 insgesamt 20 gegnerische Panzer, sechs
LKW und fünf Geschütze. Büssecker verhinderte damit einen gegnerischen
Durchbruchsversuch. Laut zeitgenössischer Darstellungen schossen Büssecker
zusammen mit seiner Geschützbedienung 24 Panzer ab und waren an einem weiteren
beteiligt. Dafür erhielt er als Unteroffizier und Geschützführer in der 2.
Batterie des Flak-Regiments (mot.) 49 am 23.12.1942 das Ritterkreuz.
Während der schweren Kämpfe wird er dreimal verwundet, sowie auf dem Weg ins
Lazarett zum vierten Mal und mit einer der letzten He 111 am 23.01.1943 nach
Stalino ausgeflogen.
Am 26.03.1943 wird er der Flak-Ersatz-Abteilung 39 in Koblenz-Niederberg
unterstellt und heilt währenddessen seine Verwundung aus. Es folgt dann ein
Jahr als GVH.
Laut Meldung vom 01.04.1944 befindet er sich dann an der Unteroffiziersschule
2 der Luftwaffe und wird dort als Ausbilder eingesetzt.
Danach kommt er dann am 01.04.1944 als Kompanieoffizier zur Unteroffiziersschule 3
der Luftwaffe auf Schloss Werneck in Mainfranken, um vom 17.04. bis zum
29.04.1944 eine Kommandierung zu einem Unterweisungs-Lehrgang im
Infanterie-Gefechtsdienst Nr. 199/44 an der Infanterieschule Döberitz
anzutreten.
Ab dem 19.09.1944 zum Luftwaffen-Festungs-Bataillon XXIX im Raum Werneck
zugehörig, wird er durch General Pickert persönlich angewiesen, die Führung
der 2. Batterie im Flak-Sturm-Regiment (mot.) 1 zu übernehmen. Mit dieser
nimmt Büssecker am Ardennen Einsatz teil.
Gegen Kriegsende verlegt das Regiment in den Raum Görlitz, wo er u.a. an einem
Angriff in Richtung Hohkirch teilnimmt und wenige Tage später, schließlich
kapituliert. Büssecker such den Weg zu den amerikanischen Linien über Karlsbad
und Eger in der Tschechei. Nach der Vernichtung der Waffen zieht man in
Richtung Reichenberg weiter, wo Büssecker und einige seiner Kameraden von
tschechischen Kämpfern gefangengenommen werden. Drei Tage später geben diese
ihre gefangenen dann an sowjetische Truppen ab. Noch in der Nacht entkommt
Büssecker zusammen mit seinem Batterieoffizier seinen Bewachern und gelangt
nach Süden, wo er am 05.06.1945 in die Hände der Amerikaner gerät, die ihn
schon am 14.06.1945 in Tittling bei Passau entlassen.