Leonhard Burr wurde am 13.03.1913 in Zirndorf bei Nürnberg geboren. Burr war
der Bordfunker mit der höchsten Zahl an Einsatzflügen im Stuka-Geschwader 77.
Letzten Endes erhielt er dafür auch das Ritterkreuz.
Viel ist über ihn nicht bekannt. So soll er u.a. im Rahmen der Legion Condor am
Einsatz in Spanien teilgenommen haben.
Sein weiterer Weg ist zunächst unbekannt. Er muss dann aber zum Stuka-Geschwader
77 gekommen sein, wo er vom 13.09.1941 bis zum 27.08.1943 als Bordfunker unter
dem Kapitän der 7. Staffel, Hauptmann Otto Schmidt, an 328. Feindflügen
teilnahm. Schmidt wurde nach der Verleihung des Ritterkreuzes am 03.09.1942
versetzt und Burr flog nun zusammen mit dem späteren Ritterkreuzträger
Oberfeldwebel Otto Geschwill weitere Einsätze, darunter u.a. während der
Schlacht um Stalingrad.
Mitte September erhält er als neuen Flugzeugführer den Oberleutnant und
Ritterkreuzträger Franz Kieslich, der auch den Posten des Kapitäns der 7.
Staffel ab August 1942 übernommen hatte. Im Januar 1944 wurde Kieslich zum
Kommandeur der III. Gruppe ernannt, wobei ihm Burr folgte. Zusammen flogen beide
etwa 440 Fronteinsätze. Am 25.07.1944 flog Burr seinen 900. Einsatz und Kieslich
gleichzeitig seinen 1.000 von Lemberg aus. Für diese beachtlich hohe Zahl an
Einsatzflügen für einen Bordfunker wird Burr am 30.11.1944, als Oberfeldwebel
und Bordfunker in der III. Gruppe des Schlachtgeschwaders 77, mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet.
Kurze Zeit später erhält Burr eine Umschulung zum Flugzeugführer und kommt ab
September 1944 beim Schlachtgeschwader 102 in der CSSR zum Einsatz. Ob er dabei
bereits als Flugzeugführer eingesetzt wurde ist bisher unbekannt.