
Ritterkreuzträger Albert Celerin
Oberleutnant, Aufklärer







Albert Celerin wurde am 05.07.1921 in Eger in der heutigen Tschechei als
eines von zwei Kindern geboren und trat im Januar 1939 der Luftwaffe bei, wo er
verschiedene Ausbildungs- und Sonderlehrgänge besuchte.
Ab Oktober 1941 fliegt er mit der Ju 88 Einsätze zur Unterstützung der 17. Armee
im Süden der Ostfront bis er im Mai 1942 in die Fernaufklärungsgruppe 4 versetzt
wurde. Es folgen dann Einsätze im Raum Wjasma, Beloj und im Hinterland der
Front. Außerdem wird er zum technischen Offizier seiner Gruppe ernannt.
Kommandeur der Gruppe war zu dieser Zeit der Ritterkreuzträger
Friedrich Alpers.
Für 146 Feindflüge wird ihm am 17.10.1943 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen,
bis die Gruppe kurze Zeit später im Dezember 1943 nach Griechenland verlegte.
Celerin nimmt dort an 27 teilweise erfolgreichen Einsätzen, größtenteils über
dem Ostmittelmeer, teil und führte dabei Fronteinsätze zur Aufklärung
gegnerischer Marineeinheiten durch.
Ab Juni 1944 wird er Staffelkapitän zur Wetteraufklärung über Kreta und
übernimmt im August 1944 die 1. Staffel der Gruppe. Am 10.10.1944 erhält für
seine über 200 zum Teil gefährlichen Einsätze als Oberleutnant, Flugzeugführer
und Beobachter in der Fernaufklärungsgruppe 4 das Ritterkreuz.
Im Winter 1944 nach Deutschland versetzt, übernimmt Celerin den Posten eines
Gruppenkommandeurs im Schul-Fernaufklärungsgeschwader 103.
Kurz vor Ende des Krieges führte Celerin ab März 1945 die Ergänzungsgruppe
Punitz (?) in Österreich. Dabei soll er den Rang eines Hauptmanns bekleidet
haben, wofür jedoch eine Bestätigung bislang fehlt.
Mit Kriegsende in alliierte Gefangenschaft, wird er im November 1947 entlassen.
Im Nachkriegsösterreich arbeitet er u.a. für Esso Österreich.
Albert Celerin verstarb am 31.12.1997 in Wien.