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Ritterkreuzträger Wolfgang von Chamier-Glisczinski
Generalleutnant

Wolfgang von Chamier-Glisczinski wurde am 16.04.1894 in Hagen/Westfalen geboren und trat am 18.03.1913 als Offiziersanwärter dem Infanterie-Regiment 143 bei. Bis Oktober 1915 wird im Rahmen dieses Regiments als Kompanieoffizier bzw. Kompanieführer eingesetzt. von Chamier-Glisczinski meldet sich dann freiwillig zur Fliegertruppe und erhält beim Armee-Flugpark Falkenhausen eine Ausbildung zum Beobachter. Nach Ende der Ausbildung fliegt er ab Dezember 1915 zunächst bei der Feld-Flieger-Abteilung 12 Einsätze an der Westfront, wechselt dann zur Flieger-Abteilung 23.
Bei einem Feindflug am 31.03.1918 wird er abgeschossen und geriet mit seinem Flugzeugführer in französische Gefangenschaft, aus der er im Februar 1920 entlassen wird.
Im Oktober 1920 wird er in die Reichswehr, im Range eines Leutnants, übernommen und dort als Kompanieoffizier zunächst Infanterie-Regiment 16 bzw. 2 zugewiesen. Anschließend findet er eine Verwendung als Ausbilder beim Wehrkreis-Kommando III, bzw. als Bild-Offizier im Stab der 3. Division.
Ab Oktober 1930 wechselte er in den Stab des Reiter-Regiments 16 und kommt am 01.04.1933 als Kompaniechef in das Infanterie-Regiment 15. Anschließend erfolgte ab dem 01.06.1934, als Hauptmann,  der Beitritt zur geheimen Luftwaffe. Er erhielt dort zunächst den Posten des Staffelkapitäns der Fliegergruppe Gotha, der späteren I. Gruppe des Kampfgeschwaders 253.
Ab 01.04.1935 ist er Flughafen-Kommandant in Cottbus und wechselt ab dem 01.02.1936 als Kommandeur an die Flieger-Langstrecken-Schule Berlin.
Ab dem 01.04.1939 wird er zum Kommodore des mit Do 17-Flugzeugen ausgerüsteten Kampfgeschwaders 3 ernannt und führt dieses bei Einsätzen über Polen, Frankreich und England mit großem persönlichen Erfolg. Für diese Erfolge, insbesondere bei Angriffen auf Industrieanlagen, Häfen, Flugplätze und Bahnanlagen wird Chamier-Gliscinski als Oberst und Kommodore des Kampfgeschwaders 3 am 06.10.1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 01.12.1941 gab er die Führung des Geschwaders ab und wechselt unter Beförderung zum Generalmajor an die Große Kampffliegerschule Tutow, wo er den Posten des Kommandeurs einnimmt. Von dort kommt er ab dem 01.04.1943 auf die Position des Fliegerführers Südost auf dem Balkan.
Am 12.08.1943 gerät er während eines Inspektionsfluges mit einer Ju 52 (Werksnummer. 7543) G6+KS der 8. Staffel des Transportgeschwaders 4in ein Gewitter und stürzt sechs Kilometer nördlich Sisak, südöstlich von Agram ,ab. Alle Insassen kamen dabei ums Leben. Anderen Angaben zufolge wurde von Chamier-Glisczinski durch Partisanen ermordet. Allerdings finden sich dazu bislang keine eindeutigen Nachweise. Dass die menschlichen Überreste der Besatzung jedoch bis heute nicht geborgen wurden, könnte auch für diese Theorie sprechen.
Posthum erfolgte am 25.10.1943 seine Beförderung zum Generalleutnant.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fähnrich 20.11.1913 Flugzeugführerabzeichen - 1. WK ???
Leutnant 19.04.1914 Hamburger Hanseatenkreuz ???
Oberleutnant 01.02.1924 Kgl. Preuss. Flugzeugbeobachter-Abzeichen ???
Hauptmann 01.01.1929 Fürstl. Lippisches Kriegsverdienstkreuz ???
Major 01.10.1934 Verwundetenabzeichen in Silber - 1. WK ???
Oberstleutnant 01.10.1936 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK ???
Oberst 01.10.1939 Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK ???
Generalmajor 01.11.1941   Ehrenkreuz für Frontkämpfer 00.00.1934
Generalleutnant 25.10.1943 p.m.   Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. bis II. Klasse ???
      Flugzeugführerabzeichen ???
      Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze ???
      Eisernes Kreuz II. Klasse ???
      Eisernes Kreuz I. Klasse ???
      Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 06.10.1940

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