Rudolf Cleve wurde am 22.07.1919 in Berlin
geboren und trat nach dem Ableisten des Arbeitsdienstes vom 01.04.1937 bis zum
31.10.1937 bei der RAD-Abteilung 4/181 in Lüchow am 01.11.1937 als Fahnenjunker
in die I. Abteilung des Flak-Regiments 7 in Wolfenbüttel ein.
Am 01.02.1939 besuchte er den II. Fähnrich-Lehrgang an der Luftkriegsschule
Wildpark-Werder. Dem folgte am 11.10.1939, nunmehr als Oberfähnrich, die
Versetzung zur 5. Batterie der Flak-Abteilung 301. Von hier wird er 1940 zum
Flugzeugserkennungs-Lehrgang an der Flak-Artillerie-Schule IV Schongau
kommandiert.
Am 01.08.1940 kommt er zur 5. Batterie des Flak-Regiments 4 und wird am
17.10.1941, als Oberleutnant Führer der 3.Batterie des Flak-Regiments 4. Am
26.01.1942 erhält er das Eiserne Kreuz II. Klasse und am 04.09.1942 das Eiserne
Kreuz I. Klasse.
Nach einem Lehrgang für Batterie-Chefs der Schweren Flak an der
Flakartillerie-Schule I Rerik vom 05.06.1942 bis zum 06.08.1942 wird er am
12.09.1942 Chef der 3. Batterie im Flak-Regiment 3. Hier übernimmt er als
Hauptmann (seit dem 24.04.1943) von Januar 1944 bis März 1944 die I. Abteilung
und kommt nach einer schweren Verwundung am 17.04.1944 in das Reserve-Lazarett
nach Lemberg. In dieser Genesungsphase erhält Cleve am 04.05.1944 als Hauptmann
und Chef der 3. Batterie des Flak-Regiments 4 (mot.) das Ritterkreuz. Er erhielt diese
Auszeichnung für die Kämpfe im Süden der Ostfront des Jahres 1943. Hier kämpfte
er am 26.01.1943 um Manytschskaje und im Oktober in den Abwehrkämpfen um Kriwoi
Rog. Für die gleichen Kämpfe erhielt auch der Abteilungskommandeur Helmut
Kompsch das Ritterkreuz.
Am 01.06.1944 kommt er ins Reserve-Lazarett Bad Kreuznach und wird dann am
17.07.1944 Taktiklehrer an der Luftkriegsschule VIII Göppingen und am 10.03.1945
Lehrgangsleiter an der Flak-Artillerie-Schule I in Rerik.
Nach einer erneuten Tätigkeit als Taktiklehrer in Göppingen wurde er Ia der
Flak-Brigade Rerik und Bataillons-Führer.
Am 10.05.1945 kommt er in britische Kriegsgefangenschaft aus der er am
08.08.1945 in Lensahn entlassen wird. Während der Gefangenschaft ist der
Angehöriger des Stabes beim Regiment Herbarth in Nienrade in Ostholstein.
Rudolf Cleve verstarb am 23.10.1997 in Deggingen/Baden-Württemberg..