Ritterkreuzträger Hans Dally
Hauptmann, Flak-Artillerie

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Hans Dally wurde am 6. Mai 1916 in Hamburg geboren und trat am 1. November 1936 nach der Ableistung des Arbeitsdienstes von April bis Oktober 1936 in die 6. Batterie der Flak-Abteilung 32 ein (später I./Flak-Regiment 62 und dann II./Flak-Regiment 26). Hier wird er am 1. Oktober 1937 zum Gefreiten ROA und am 1. April 1938 zum Unteroffizier ernannt.
Am 1. Oktober 1938 wird er als Wachtmeister und Beamtenanwärter für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst in der Luftwaffe bei der Fliegerhorst-Kommandantur Halberstadt eingestellt.
Am 22. August 1939 wird er zur 1. Batterie der Reserve-Flak-Abteilung 264 versetzt und nimmt unter anderem von Oktober bis November 1939 an einem Lehrgang für Mess-Offiziere in Göppingen und Rerik teil. Mit dieser Ausbildung ist er vom 1. Oktober 1939 bis zum 20. Mai 1940 als Mess-Offizier eingesetzt, wobei er am 1. Dezember 1939 zum Leutnant befördert wird.
Bereits am 7. Oktober 1939 wurde er in der 1./Flak-Reserve-Abteilung 402 zum Offizier gewählt, ist Messstaffelführer und wird am 13. Januar 1940 zur 2. Batterie der Reserve-Flak-Abteilung 34 (mot.) versetzt. In dieser Zeit wird er vorrangig am Niederrhein eingesetzt.
Im Westfeldzug ist er an der Wegnahme des Forts Lüttich beteiligt, wo er verwundet und am 23. Mai 1940 in das Reserve-Lazarett Greiz in Thüringen verlegt wird. Er erhält am 30. Mai das EK II und am 19. Juni 1940 das Verwundetenabzeichen in Schwarz.
Danach kommt er am 18. Juni 1940 zur 2. Batterie der Reserve-Flak-Abteilung 29und ist dort in der Zeit vom 1. Juli bis 18. Dezember 1940 als Ausbildungs-Offizier eingesetzt.
Am 20. Dezember 1940 erfolgt wieder die Versetzung zur 2. Batterie des Festungs-Flak-Regiments 34 (mot.), wo er den Posten eines Batterie-Offiziers übernimmt. In dieser Zeit ist er mit seiner Einheit zum Schutz von Bodenorganisationen, Marinestützpunkten und militärischen Anlagen in Frankreich eingesetzt.
Am 18. April 1941 kommt er zur 3./Flak-Regiments 241 (mot.)und wird Batterie-Offizier, dann Erkundungsoffizier, stellvertretender Batterieführer und stellvertretender Abteilungsadjutant. Nach seiner Beförderung zum Oberleutnant am 1. März 1942 wird er erneut Erkundungs-Offizier, nachdem er mit Beginn des Feldzuges gegen Russland an den dortigen Kämpfen teilgenommen hatte und dann am 15. Juni 1942 das Flakkampfabzeichen verliehen bekommt. Am 27. August 1942 erhält er die so genannte Ostmedaille.
Vom 19. Oktober bis zum 14. November 1942 nimmt er an einem Lehrgang für Batteriechefs der schweren Flak mit der Nummer 126f der Lehrgruppe A 5 an der Flak-Artillerie-Schule I Rerik teil.
Vom 11. Januar bis 12. Februar 1943 belegt er den 5. Überprüfungs-Lehrgang für Reserve- und Kriegsoffiziere zwecks Übernahme zu den Truppenoffizieren an der Luftkriegs-Schule 6 (Flak) in Bernau bei Berlin. Hier erhält er am 2. Februar 1943 das EK I verliehen.
Am 18. März1943 wird er als Oberleutnant Chef der 4. Batterie der schweren Flak-Abteilung 293 (v) und am 15. April 1944 Führer dieser Abteilung, mit welcher er auf der Krim eingesetzt ist. Ab dem 16. April 1944 wird er Divisions-Flak-Führer der 50. ID und ist somit für die Koordination und Organisation der Flakverbände im Divisionsbereich zuständig. Es gelingt ihm zahlreiche Male durch den überlegten Einsatz der Flak, massierte Panzerangriffe der Sowjets abzuwehren bzw. zu zerschlagen und somit der Infanterie der Division und aller unterstellter Truppenteile die Möglichkeit der Abwehr zu geben. Er wird durch den Divisionskommandeur Generalleutnant Sixt zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes eingereicht. Am 1. Mai 1944 erfolgt seine Beförderung zum Hauptmann und anschließend kann er nach den Endkämpfen auf der Krim auf das Festland überführt werden.
Am 12. Mai 1944 wird er in den Stab der gemischten Flak-Abteilung 293 (v) versetzt und ist anschließend bis zum 12. August 1944 vorübergehend Kommandeur der gemischten Flak-Abteilung 5 (L) (mot.). In dieser Dienststellung erhält er am 11. Juni 1944 als Hauptmann und stellvertretender Kommandeur der gemischten Flak-Abteilung 5 (L) (mot.) das Ritterkreuz für seine hervorragenden Leistungen bei der 50. ID auf der Krim.
Am 13. August 1944 wird er zur Reserve-Flak-Abteilung 12 versetzt und zum General der Flakwaffe kommandiert, bis er sich am 08. Mai1945 in britische Gefangenschaft begibt, aus der er im Dezember 1945 wieder entlassen wird.
Hans Dally verstarb am 2. April 1997 in Hamburg.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE