Ritterkreuzträger Paul Deichmann
General der Flieger

Paul Deichmann wurde am 27.08.1898 in Fulda geboren und trat am 29.03.1916 als Fähnrich der Kaiserlichen Armee bei.
Seine militärische Grundausbildung erhielt er beim Füsilier-Regiment 86, wo er noch bis zum 19.10.1916 weiterdiente und am 20.08.1916 zum Oberleutnant befördert wurde.
Nach seinem Dienst bei der 3. Ersatz-MG-Kompanie des IX. Armeekorps, kommt er am 20.12.1916 als Zugführer zurück zum Füsilier-Regiment 86.
Vom 06.04.1917 bis zum 04.05.1917 versieht er seinen Dienst in der Kanonenfabrik in Spandau und wird am 18.07.1917 in den Armeeflugpark 2 versetzt.
Es folgte die Beobachterausbildung bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 10 und eine Ausbildung zum Funker bei der Fliegerfunker-Lehrabteilung in Stolp. Weiterhin schloss sich vom 30.10. bis zum 20.12.1917 eine Ausbildung an der Nachrichtenschule in Köln an, sowie eine Ausbildung an der Artillerie-Fliegerschule 2 bis zum 27.01.1918.
Am 28.01.1918 folgte die Versetzung in den Armeeflugpark 4 und vor dort als Beobachter zur Flieger-Abteilung 8.
Nach dem besuch der Fliegerschule 1 in Breslau, vom 0512.1918 bis zum 05.01.1919, steht er zur Verfügung des Füsilier-Regiments 86. Dem schließen sich vom 30.01.1919 bis zum 18.09.1919, Beobachtertätigkeiten bei der Flieger-Abteilung 427, der Fliegerstaffel in Libau, der Flieger-Abteilung 433 und im Armeeflugpark "Kurland" an.
Vom 19.09.1919 bis zum 04.05.1920 versieht er seinen Dienst bei der Truppenfliegerstaffel 2 auf dem Fliegerhorst in Stolp.
In die Reichswehr übernommen kam er zunächst zur Kraftfahrzeug-Kolonne 2 und am 01.10.1920 als Zugführer zum Infanterie-Regiment 3. Hier wird er am 01.10.1923 Bataillons-Adjutant und am 10.01.1925 Kompanie-Offizier. Am 01.08.1925 wird er zum Oberleutnant befördert.
Nach einer Ausbildung zum Bild-Offizier beim Wehrbereichsbildamt I versieht er seinen Dienst beim Bildamt der 3. Division und beginnt ein Studium an der Technischen Universität in Berlin. Dem schließt sich ein Lehrgang an der Waffenschule für Offiziere in Dresden an.
Am 01.12.1925 erfolgte die Versetzung als Bild-Offizier in den Stab der 1. Division und am 31.10.1928 die offizielle Verabschiedung.
Jedoch erhält er ab dem 01.11.1928 eine Pilotenvorausbildung an der Verkehrsfliegerschule in Berlin-Staaken und kommt dann zur Pilotenausbildung nach Lipezk/Russland.
Am 01.04.1931 tritt er wieder dem Heer bei und wir dort bis zum 30.09.1931 Zugführer im Infanterie-Regiment 1. Er erhält dann eine Führergehilfenausbildung im Stab der 1. Division und wird am 01.04.1933 zum Hauptmann befördert.
Deichmann erhielt vom 01.10.1933 bis zum 30.09.1934 eine Generalstabsausbildung an der Wehrmachtsakademie und wurde Offizier für Sonderaufgaben im RLM. Zwischenzeitlich war er am 01.04.1934 der Luftwaffe beigetreten, wurde dann Referent im Luftkommandoamt I im RLM und am 01.10.1935 Gruppenleiter "LA 1" im Luftwaffenführungsstab und seit dem 01.10.1936 zugleich Chef des Kommandoamtes. Hier erhält er am 01.08.1936 die Beförderung zum Major.
Am 01.03.1937 wird er Chef der Kommando-Abteilung im Luftwaffenführungsstab und ab dem 01.10.1937 Kommandeur der II. Gruppe des Kampfgeschwaders "General Wever", sowie Fliegerhost-Kommandant in Gotha. In dieser Eigenschaft wird er am 01.01.1938 zum Oberstleutnant befördert.
Danach wird er ins RLM versetzt und dort bis zum 19.06.1940 Chef des Stabes  beim Chef des Ausbildungswesens der Luftwaffe im RLM.
Am 20.06.1940 wird er Chef des Stabes des II. Fliegerkorps und hier am 01.08.1940 zum Oberst und am 01.08.1942 zum Generalmajor befördert. Gleichzeitig erhält er am 20.04.1942 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 25.08.1942 übernimmt er den Posten des Stabschef beim OB Süd und der Luftflotte 2. Es folgte das Kommando über die 1. Fliegerdivision und am 08.11.1943 die Stellung als Kommandierender General des II. Flieger-Korps. Hier erhält er am 26.03.1944 das Ritterkreuz und wird am 20.05.1944 zum Generalleutnant befördert.
Nach dem Kommando über die 18. Fliegerdivision vom 04.04.1945 bis zum 26.04.1945 wird er bis zum 11.06.1945 Oberbefehlshaber vom Luftwaffenkommando 4 und kommt dann bis zum 22.12.1947 in amerikanische Gefangenschaft.
Paul Deichmann starb am 10.-01.1981 in Hamburg.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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Danke Jens S.