Helmut Eberspächer wurde am
18.11.1915 in Tübingen geboren.
Er diente ab 1934 freiwillig für ein Jahr bei der damaligen Reichswehr bei einer
Panzer-Aufklärungs-Abteilung. Später studierte er Maschinenbau und lieferte als
Diplomarbeit einen Flugmotor ab.
Darauf ließ er sich 1939 von der Panzerwaffe
zur Luftwaffe versetzen, wo er er vom Juli 1940 bis Januar 1943 an der West
und- Ostfront bei der 7. (Fernaufklärungs-) Staffel des Lehr-Geschwaders 2
als Fernaufklärer eingesetzt wurde.
Es folgte dann die Ausbildung zum Schlachtflieger, wobei er seit März
1943 bei der 3. Staffel des Schnellkampfgeschwaders 10 in Frankreich
schwierigste Jabo-Einsätze nach Südengland, gegen London und auf Schiffsziele
vor der englischen Küste flog.
Am 18. Juli 1944 wird die Ergänzungsstaffel (Nacht)/SKG 10 durch den
Generalquartiermeister 2. Abteilung mit dem Schreiben 11b16 Nr. 11615/44 g.Kdos.
aufgelöst. Der Befehl für die Umrüstung der Erg.(Nacht)/SKG 10 auf Me 262 wird
gestrichen. Mit dem gleichen Befehl wird die I./SKG 10, die unter dem Befehl von
Hptm Kurt Dahlmann in Tours liegt, unter Beibehalt ihrer bisherigen Gliederung
und Stärke in III./KG 51 umbenannt.
Von da an wurde seine Staffel für alles eingesetzt: Aufklärung, Tagjagd,
Fernnachtjagd und ab Beginn der Invasion auch für Tag- und
Nachtschlachteinsätze. Am 20.03.1944 hatte er für seine Erfolge den Ehrenpokal
der Luftwaffe erhalten, wurde am 01.05.1944 zum Hauptmann befördert
und zum Staffelkapitän ernannt. Am 05./06.06.1944, der Nacht der alliierten
Invasion in Frankreich, konnte er drei viermotorige Bomber abschießen. Für diese
und andere Erfolge erhielt er am 23.07.1944 das Deutsche Kreuz in Gold, als
Kapitän der 9./KG 51.
Mit der Verfügung Nr. 1481/44 g.Kdos. von Gen. Qu. 2. Abt. vom 10. 11.1944 wird
der Stab III./KG 51 mit allen unterstellten Einheiten mit sofortiger Wirkung in
Stab/NSGr. 20 bzw. Ln.-Zug NSGr. 20 und 1. bis 3. Staffel umbenannt.
Gleichzeitig wird die Erg.Staffel III./KG 51 in 14./SG 151 befohlen. Damit flog
Eberspächer bis Kriegsende härteste Einsätze an der Westfront, so besonders während
der Ardennenoffensive und gegen de Brückenkopf bei Remagen. Für seine Erfolge
und Leistungen in dieser Position wurde er, als Hauptmann und Kapitän der 3.
Staffel des Nachtschlachtgeschwaders 20, am 24.01.1945 mit dem Ritterkreuz des
Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Weiterhin ist
zu erwähnen, dass er während des Krieges etwa 170 Feindflüge flog und sieben
Luftsiege im Westen erzielte, davon drei in der Nacht.
Nach dem Krieg widmete er sich der Selbstständigkeit und baute eine der
bekanntesten Firmen zur Herstellung von Standheizungen für Pkw und Lkw auf.