Ritterkreuzträger Heinrich Eppen
Hauptmann, Stukaflieger

Heinrich Eppen wurde am 29.03.1915 in Winsen/Luhe geboren und trat am 08.04.1934 zunächst der Marine bei und wechselte dann, als Fähnrich, 1935 zur Luftwaffe über.
Am 01.04.1936 zum Leutnant befördert, kommt er im  April 1938 zur I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 76. Diese Gruppe sollte kurz vor der Verlegung in die Bereitstellungsräume zum Feldzug gegen polen auf dem Truppenübungsplatz Neuhammer einen Zielwurf im Sturzflug demonstrieren. Zu den Beobachtern dieser Vorführung gehörten unter anderem Generalmajor Manfred von Richthofen, sowie die Generale Hugo Sperrle und Bruno Loerzer. Der Wetterdienst meldete das in einer Höhe von 900 bis 2800 Metern eine Bedeckung vom 7/10 läge. Darunter sollte die Sicht gut sein.
Bis zum Eintreffen der Gruppe veränderte sich jedoch die Wetterlage und es trat Bodennebel auf, wovon die Gruppe jedoch nicht informiert wurde. Der Kommandeur Hauptmann Walter Sigel gab so den Befehl aus, aus 5000 m Höhe anzufliegen und aus einer Höhe von 300 m die Last abzuwerfen. Der führende Sigel erkannte die Gefahr nur knapp und konnte seine Maschine nur zwei Meter über dem Boden abfangen. Eine Warnung an seine Kameraden, kam jedoch zu spät. Von den 30 gestarteten Stuka-Flugzeugen, stürzten 13 samt ihren Besatzungen ab. Dieser Vorfall vom 15.08.1939 ging als die "Neuhammer-Katastrophe" in die Fluggeschichte ein. Heinrich Eppen gehörte zu den Flugzeugführern, die diesen Flug überlebten.
Die Gruppe Eppens kam in Polen, sowie im Frankreich- und Balkan-Feldzug zum Einsatz und wurde dann am 09.07.1940 in I. Gruppe Stuka-Geschwader 3 umbenannt. Vor allem auf dem Balkan zeigte Eppen sein großes Können. So unterstütze er mir ca. 100 Einsätzen in Griechenland das Vorgehen der deutschen Infanterie- und Panzerspitzen und ermöglichte den Verbänden ein schnelles Vorwärtskommen. Weiterhin versenkte er mit seiner Staffel einen Zerstörer und 10 Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 50.000 BRT.
Für seine beachtlichen Erfolge wird Eppen am 05.07.1941, als Oberleutnant und Staffelkapitän der 1. Staffel des Stuka-Geschwaders 3, mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Nachdem die Gruppe Ende 1941 nach Afrika verlegt wurde begleitete er den Vormarsch Rommels durch Nordafrika. Er wi8rd hier zunächst Gruppen- und später Geschwader-Adjutant.
Eppen wird am 01.03.1942 zum Hauptmann befördert und übernimmt am 17.04.1942 das Kommando über die I. Gruppe des Geschwaders.
Nur ganze zwei Monate später kehrt Eppen, nach einen Luftduell mit südafrikanischen Jägern der RAF, über dem Fort Bir Hacheim, nicht mehr zurück. Sein Flugzeug mit der Kennung S7+AB blieb somit seit dem 04.06.1942 vermisst.
Heinrich Eppen gilt als einer der bekanntesten Stuka-Flieger auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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