Ritterkreuzträger Günter Frenzel
Leutnant, Transportflieger

Eisernes Kreuz I. KLasse 1941Eisernes Kreuz II. KLasse 1940Frontflugspange für Transportflieger in Gold

Günter Frenzel wurde am 19.03.1919 in Berlin geboren. Schon im Kindesalter entwickelte sich die Interesse an der Fliegerei für eine wahre Begeisterung. Schon früh legte er die A-Prüfung an der Segelfliegerschule in Gotha ab, sowie später die B- und C-Prüfung in Laucha.
Nach Ende der schulischen Ausbildung wurde Frenzel Lehrling im Reichsbahn-Ausbesserungswerk, wo er den Lehrgang als Fluglehrer GL2 absolvierte und so, mit 17 Jahren, 2. Gleitfluglehrer wurde. Er schulte so die Werkfluggruppe mit dem Ziel der "A"-Prüfung.
Im Jahre 1938 wurde Frenzel zur Luftwaffe eingezogen, wo er in Oschatz zum AB-Flugzeugführer ausgebildet wurde. Ein Jahr später absolvierte er die CII-Ausbildung an der Flugzeugführer-Schule in Sorau, sowie die Blindflug II-Ausbildung an der Blindflug-Schule Neuburg. Ein weiteres Jahr später erhält er eine Ausbildung an den Bombern He 111 und Fw 200 an der Kampffliegerschule Tutow, zusammen mit einer Ausbildung in Astro-Navigation.
Mit Ende der Ausbildung kommt Frenzel 1940 als Ersatz für Kampffliegerbesatzungen nach Krakau und von dort als Flugzeugführer einer Transport Ju-52 nach Paris. Später nach Foggia/Italien verlegt nimmt er dort an Einsätzen über Albanien teil. Es folgten 1941 Einsätze von Catania aus, auf Sizilien und Afrika, sowie später von Tripolis aus nach Lybien. Am 12.05.1942 wird er, in der 11. Staffel des Transportgeschwaders 1, mit weiteren 12 Ju-52 Maschinen bei Derna abgeschossen. Dabei finden 175 dt. Soldaten den Tod, 47 weitere konnten durch den Seenotrettungsdienst gerettet werden. Frenzel selbst landete seine Maschine, trotz erheblicher Schäden am Flugzeug, unmittelbar vor dem Lazarett Derna. Aufgrund seiner vier abgeschossenen Finger wurde er gleich da behalten.
In der Oase Girabub übernimmt Frenzel 1942 einen Einsatz mit einer Vickers Wellington und fliegt dann von Athen aus in Südeuropa und nach Afrika. Für seine Einsätze in der III./Kampfgeschwader zbV. 1, 11. Staffel wird er, als Feldwebel, am 23.12.1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Frenzel war einer von drei Piloten jeweils eines Vickers-Wellington Bombers. In englischer Uniform landet er in Belgisch-Kongo betankt sein Flugzeug am Boden, steigt wieder auf zerstört dann mit Bomben und Bordwaffen die Einrichtungen auf dem Flugfeld. Der Rückflug nach Lybien vollzieht sich ohne Störung der englischen Luftabwehr. Zwei Monate später geriet er in englische Kriegsgefangenschaft, wo ihm aufgrund dieses Einsatzes die Todesstrafe droht, jedoch kann er noch am gleichen Tag mit einem Flugzeug entkommen.
Im Jahre 1942 auf Kreta stationiert folgen Einsätze über dem Mittelmeer, sowie die 2. Verwundung. Ins Lazarett nach Gotha verlegt, besucht er ab 1943 die Offiziers-Anwärter Schule in Berlin-Gatow und kommt als Leutnant an die Fluglehrer-Schule in Quedlinburg als Ausbilder. Mit Ende der Ausbildung wird er als Fluglehrer für Segelflug nach Gelnhausen versetzt, wo er die Auszubildenden auf die Me 163 und Ar 234 umschult und wird 1944 Flugplatz-Kommandant in Ettingshausen, wo er unter anderem Leiter Segelflug wird und zum Sonderkommando "Komet" gehört. Dies dann später auch in Berlin-Rangsdorf, da die Ausbildung durch einfliegende gegnerische Flugzeuge gestört wurde. Nach Auflösung der Schule in Gelnhausen 1945, kommt er auf dem Flugplatz Gotha als Flugleiter zu seinem letzten Einsatz.
Bei Einmarsch der Alliierten gerät er 1945 in amerikanische Gefangenschaft und wird Weihnachten 1945 wieder entlassen. Frenzel begibt sich in seine Heimatstadt Gotha, wo er zunächst als Hilfsarbeiter und später als Kalkulator bei RAW arbeitet. Nachdem ihn 1950 die Staatssicherheit anwirbt, verlässt er drei Tage später zusammen mit seiner Frau und den zwei Kindern die DDR. In der Bundesrepublik zunächst wieder Hilfsarbeiter, steigt er jedoch schon bald, durch harte Arbeit, zum Betriebsleiter einer Automobil-Teile-Fabrik auf. Nach seiner Pensionierung stellt er seine Erfahrungen in Brasilien und Mexiko zur Verfügung. Frenzel ist weit herumgekommen und hat beachtliche Erfahrungen bzw. Erlebnisse aufzuweisen. So erhielt er bei Papst Pius XII. eine Privataudienz, repariert 1961 das "Ford Lincoln Cabrio" von US-Präsident Kennedy und modifizierte den Formel-1 Rennwagen von Ayrton Senna in Inter Largos/Sao Paulo.

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