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Ritterkreuzträger Franz Gapp
Oberfeldwebel, Kampfflieger

Franz Gapp wurde am 08.07.1919 in Erbach/Ulm als eines von sechs Kindern geboren und trat am 04.04.1937 zum Dienst an, nachdem er zuvor der Flieger-HJ angehörte und seinen Arbeitsdienst erfüllte. Seine militärische Grundausbildung erhielt er bis zum 30.09.1937 beim damaligen Infanterie-Regiment 56 in Ulm a.d. Donau und gehörte dann vom 14.10.1937 bis zum 15.11.1938 als Bordschütze zur 1. Gruppe des Stukageschwaders 165 in Kitzingen unter dem damaligen Obstleutnant Eberhard Baier.
Vom 16.11.1938 bis zum 03.11.1939 erhält Gapp eine Flugzeugführer-Ausbildung an der Flugzeugführer-Schule A/B in Straubing und dann bis zum 17.02.1940 in Zeltweg. Dem schlisst sich dann bis zum 22.04.1940 eine Kampfflieger-Ausbildung an der Kampffliegerschule in Thorn an. Dort gehörten zu seiner Besatzung der Beobachter Alfons Ehrne, der Funker Hans Heckmann und der Bordschütze Georg Schüler. Mit diesen blieb gapp bis Mitte 1944 zusammen. Nach einer Instrumentenflugausbildung an der Blindflugschule Königsberg, vom 22.04. bis zum 30.05.1940, kommt Gapp als Flugzeugführer am 01.06.1940 zur III. Gruppe des Lehrgeschwaders 1. Nach der Verlegung ans Mittelmeer unternahm Gapp ab Februar 1941 seine ersten Einsätze über Malta, Kreta und Nordafrika. Angriffsziele dabei waren vor allem Schiffe, Flugplätze und Häfen u.a. in Tobruk. Es ist anzunehmen, das er dort bereits der 8. Staffel unter Oberleutnant Hermann Hogeback abgehörte. Nach drei Eingewöhnungsflügen erfolgten ab März/April zunächst Einsätze in der U-Boot-Abwehr, dann Einsätze gegen Sarajevo und Kotor am 07.04.1941. Es folgte dann am 17.04.1941 Gapp`s erster Einsatz gegen Schiffsziele auf einen britischen Konvoi für Afrika. Dorthin, genauer gesagt nach Benina und dann Derna, verlegte Gapp am 18.04.1941. Von dort fliegt er am 13.05.1941 einen wichtigen Angriff auf einen gegnerischen Konvoi mit Schlachtschiffen und Zerstörern. Dabei befand sich die HMS "ORION", die HMS "AJAX" und die HMS "PERTH" unter den Schiffen. Bei den schweren Einsätzen werden die Bomber meistens durch die III. gruppe des Zerstörergeschwaders 26 eskortiert. Darunter befand sich auch ein ehemaliger Flugschülerkamerad, Richard Heller, der spätere Ritterkreuzträger.
Mit Kapitulation der Heeresgruppe Afrika kommt die III. Gruppe des Geschwaders im März 1942 ans Schwarze Meer in Russland, zum X. Fliegerkorps. Dort flog Gapp Einsätze auf der Krim, auf der Halbinsel Kertsch, über Sewastopol, gegen die Schwarzmeerhäfen Tuapse und Noworossisk und im Kaukasus. Auf der Krim erfolgte der 200. Feindflug, darunter alleine 5 am 01.07.1942. Nach einer Auffrischung in Heiligenbeil verlegte die Gruppe im September 1942 nach Leningrad, bzw. nach Stalingrad.
Im November 1942 nach Chantilly/Frankreich verlegt, wird die Gruppe in die III. Gruppe des neuen Kampfgeschwaders 6 umbenannt, mit der Gapp an Einsätzen, von Creil aus, über England teilnimmt und dabei vor allem Tätigkeiten als Zielfinder und Zielmarkierer bei Nachtangriffen übernimmt. Sein erster Einsatz gegen England erfolgte am 09.01.1943 bei einem Angriff auf die Hafenanlagen von Exeter. Am 18. und 20.01.1943 folgten Einsätze gegen London, sowie am 13.05.1943 der 300. Einsatz gegen Chelmsford.
Vor der Heirat im Juni 1943 mit einer Zivilangestellten im Reichsluftfahrtministerium, übernimmt er am 01.06.1943 bei der IV. Gruppe den Posten des Gruppenfluglehrers in Bretygni und Lüneburg, unter dem Kommandeur Schlaumeyer, wo er die Ausbildung von insgesamt 54 Flugzeugbesatzungen übernimmt. Dabei unternimmt er Minenlege-Einsätze und Ablenkungsstörangriffe bei Nacht in der Themsemündung.
Für seine Erfolge wird er am 19.09.1943 als Oberfeldwebel in der 8. Staffel des KG 6 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, das ihm durch den Kommodore des KG 6 Hermann Hogeback überreicht wurde.
Während November und Dezember 1943 flog Gapp mit weiteren Besatzungen Luftschutz für zurückkehrende U-Boote.
Am 10.06.1944 wird er Flugzeug- und Schwarmführer beim Kampfgeschwader (Jagd) 6 unter Hogeback, wo er zum Jagdflieger umgeschult wird und überwiegend über Süd- und Mitteldeutschland zum Einsatz kommt. Dort errang er, in der III. Gruppe unter Hauptmann Hans Baasner, bis zum 08.05.1945 fünf bestätigte Abschüsse über 4 Liberator-Bomber und einer P2 erringt. Als Flugzeug nutzte er dabei die Me 262.
Zuletzt beim Gefechtsverband Hogeback im Raum Prag, bis der Verband am 07.05.1945 den Befehl erhielt aufzusteigen und nach Westen zu fliegen, um der sowjet. Gefangenschaft zu entgehen. Nach 33 Minuten landete er bei Podersam (Saaz) und zerstörte sein Flugzeug.
Auf 426 Feindflügen flog Gapp 12 verschiedene Flugzeugtypen, über eine He 111, einer Ju 87, einer Do 117, einer Fw 190, einer Me 109 und einer Me 110.
Nach dem Krieg trat er am 29.02.1956 der Bundesluftwaffe bei und wurde dort testpilot, u.a. für das dt.-frz. C-160 Transall-Programm bis er am 30.09.1971 als Stabsfeldwebel ausschied.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter ??? Eisernes Kreuz II. Klasse

???

Unteroffizier ??? Eisernes Kreuz I. Klasse ???
Feldwebel ???   Ehrenpokal 08.06.1942
Oberfeldwebel ???   Deutsches Kreuz in Gold 21.08.1942
Oberfeldwebel (Bw) ???   Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 19.09.1943
Stabsfeldwebel (Bw) ???   Ital. Tapferkeitsmedaille in Silber ???
      Frontflugspange in Bronze ???
      Frontflugspange in Silber ???
      Frontflugspange in Gold ???
      Frontflugspange in Gold m. Anhänger ???

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