Helmut Haugk wurde am 24.02.1914 in
Gelsenkirchen-Buer geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er der Luftwaffe bei und wurde ab 1937
als Jagdflieger eingesetzt. Als solcher gehörte er ab dem 01.07.1938 zunächst
der 10. Staffel des Jagdgeschwaders 134, dann der 7. Staffel des
Jagdgeschwaders 142 und schließlich der 7. Staffel des Zerstörergeschwaders 26
an. Damit war Haugk einer der dienstältesten Zerstörerflieger der Luftwaffe,
womit er auch alle Höhen und Tiefen dieser Waffengattung durchlebte.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Polen ab 01.09.1939 im Einsatz über dem
Kampfgebiet, verlegt das Geschwader noch im September 1939 zurück zur
Luftflotte 3 zur Reichsverteidigung im Westen Deutschlands. Dabei musste Haugk
bereits am 29.09.1939 nach einem Kampf mit britischen Bombern über der Nordsee
verwundet notwassern. Im Frühjahr 1940 musste er erneut notwassern und wurde
dabei erst nach Stunden geborgen.
Nach Beginn des Feldzuges gegen Frankreich erringt er am 14.05.1940 seinen
ersten Luftsieg, dem bis Ende September 1940 noch weitere 5 folgten.
Im Dezember 1940 verlegte seine Gruppe in den Mittelmeerraum, wo er großen
Anteil an den Erfolgen der Gruppe bei Angriffen gegen Malta und Nordafrika
errang. So griff er am 29.08.1942 über See allein einen Verband bestehend aus
11 US-Viermot-B-24-Bombern an. Dabei schoss er eine Maschine sicher und eine
weitere unbestätigt ab. Die anderen zwang er zum Notabwurf. Zuvor war er am
14.04.1942 in die 9. Staffel des Geschwaders versetzt worden. Für seine
Erfolge wird er als Flugzeugführer und Oberfeldwebel der 9. Staffel des ZG 26 nach 12 Luftsiegen,
der Vernichtung von 40 Panzern und Spähwagen, 10 Tankwagen, 50 Lkw und 3
Blenheim-Bombern am Boden, am 21.12.1942, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 10.06.1943 erfolgte die Versetzung in die 1. Staffel des
Zerstörergeschwaders 101 in die Heimat. Von dort wechselte er am 20.10.1943 in
die 4. Staffel des Zerstörergeschwaders 76, wo er zuletzt als Staffelkapitän
in der Reichsverteidigung eingesetzt wurde. Dabei wurde er am 29.01 und am
16.03.1944 abgeschossen, wobei er sich nur durch einen Fallschirmsprung retten
konnte.
Am 15.05.1944 wechselt er zur II. Gruppe des Zerstörergeschwaders 101, deren
Kommando er am 01.07.1944 übertragen bekommt. Kurze Zeit später erfolgte am
11.08.1944 die Versetzung zum Jagdschulgeschwader 102, dass er ab dem
01.11.1944 bis zum Kriegsende als Kommodore befehligte.
Auf über 440 Feindflügen errang Haugk 18 Luftsiege, davon 6 gegen
Viermot-Bomber.
Helmut Haugk starb am 28.01.1992 in Gelsenkirchen.