Anton Hackl wurde am 25. März 1915 in
Regensburg als Sohn eines Schreinermeisters geboren und trat 1933 in das 20.
(bay.) Infanterie-Regiment ein.
Ab 1934 trat er als einer der ersten Soldaten zur neuen Luftwaffe über und
leistete dort seinen Dienst als Kraftfahrer.
Erst 1937 gelang es ihm als Obergefreiten zur Flieger-Ausbildung nach
Halberstadt versetzt zu werden, wo er seine Flugzeugführerscheine und das
Kunstflugzertifikat erwarb. Als Unteroffizier und Flugzeugführer wurde er
Jagdflieger.
Im Polen- und Westfeldzug als Feldwebel eingesetzt erzielte er 5 Abschüsse und
wurde selbst einmal über der Nordsee abgeschossen.
Während der Luftschlacht um England wurde er als Oberleutnant im Rahmen des
Jagdgeschwaders 77 eingesetzt und im August 1940 Kapitän der 5. Staffel. Mit
dieser kämpfte er ab Ende Juni 1941 an der Ostfront.
Nach seinem 48. Abschuss wurde ihm am 25. mai 1942 das Ritterkreuz verliehen,
sowie am 09. August 1942 aufgrund seines 102. Abschusses das Eichenlaub zum
Ritterkreuz als 109. Soldaten der Wehrmacht.
Seit Ende November 1942 befand sich Hackls Einheit in Afrika wo Hauptmann
Hackl seine Staffel weiterhin erfolgreich führte und im Januar 1943 seinen
133. Abschuss erzielte.
Am 04. Februar 1943 schoss er aus einem US-Kampfverband 2 viermotorige Bomber
heraus, im darauffolgenden Kampf mit den Begleitjägern wurde er am Kopf und an
der rechten Hand verwundet, außerdem stellte er fest das seine rechte
Körperhälfte gelähmt war. Dennoch schaffte er eine Notlandung und konnte nach
stundenlanger Suche nach Rom ins Lazarett gebracht werden.
Nach seiner Gesundung wurde er im Sommer 1943 zum Jagdgeschwader 11 versetzt,
das zur Reichsverteidigung eingesetzt war und wo Hackl die III. Gruppe
übernahm, so wurde Hackl am 01. Mai 1944 zum major befördert.
Ab Ende Juli 1944 führte er seine Gruppe zum Kampf im Osten bei Dokudewo und
Radom. Für diese Einsätze erhielt er als 78. Soldat der Wehrmacht am 09.Juli
1944 die Schwerter zum Eichenlaub.
Im August wurde Major Hackl mit der Führung des neugebildeten Jagdgeschwaders
76 beauftragt, das jedoch fast nie zum Einsatz kam, somit wurde er Kommandeur
der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 26 "Schlageter", das an der
Westfront kämpfte.
Im Januar 1945 wird er zum Kommodore des Jagdgeschwaders 300 ernannt und flog
vom Fliegerhorst in Jüterbog seine Einsätze. Sein letztes Kommando übernahm er
Anfang März 1945 mit dem des Kommodore des Jagdgeschwaders 11 in Strausberg.
Nach der Kapitulation geriet er in britische Gefangenschaft, aus der er im
September 1945 nach Regensburg entlassen wurde. Auf über 1000 Feindflügen
erzielte er 192. bestätigte Abschüsse und 24 unbestätigte.
Anton Hackl starb am 10. Juli 1984 in Regensburg.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE