77. Eichenlaubträger Walter Hagen
Generalmajor

Walter Hagen wurde am 16.03.1897 in Kiel geboren und trat nach seiner schulischen Ausbildung am 19.06.1915 der Kaiserlichen Armee bei und gehörte bis zum 23.11.1917 dem Husaren-Regiment 13 an, wo er am 17.01.1917 zum Vizewachtmeister der Reserve befördert wurde.
Vom 23.11.1917 bis zum 30.05.1918 erhielt er eine Piloten-Ausbildung bei der Seeflieger-Abteilung 1 und erhält eine weitere Ausbildung an der Flieger-Fortbildungsschule in Holtenau.
Am 07.07.1918 kommt er an die Kampfeinsitzer-Schule nach Putzig und wird am 02.08.1918 Pilot beim Kommando der Flieger des Marinekorps "Flandern", wo er am 02.12.1918 verabschiedet wird und fortan als selbstständiger Kaufmann arbeitet.
Ab dem 01.09.1924 wird er Pilot der Firma Junkers und ab dem 01.03.1926 bei der Firma Severa, bis er am 01.07.1928 Flugkapitän beim Reichsverband der Deutschen Luftfahrtindustrie wird und hier als Erprobungsflieger bei den Erprobungsämtern in Travemünde und Rechlin verwendet wird. So führt er 1930, bei Heinek, als erster einen Katapultstart von einem Schiff aus.
Am 01.04.1935 tritt er als Hauptmann der Luftwaffe bei und kommt zunächst zum Infanterie-Lehrgang nach Königsbrück und wird dann am 01.06.1935 Fliegerischer Leiter der Erprobung von Flugzeugen in Travemünde.
Von hier wird er am 01.04.1936 als Referent für Flugsicherheit ins RLM versetzt und am 01.01.1938 zum Staffelkapitän der Erprobungs-Lehrstaffel (See) ernannt und am 01.02.1938 zum Major befördert.
Am 15.11.1938 wird er Kommandeur der 186. Flugzeugträger-Stukagruppe und erhält 1940 das Kommando über die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 1, dessen Kommodore er am 22.06.1940 wird und hier am 01.07.1940 seine Beförderung zum Oberstleutnant und am 01.04.1942 die zum Obersten erhält. Zugleich übernimmt er ab Januar 1943 die Geschäfte des Fliegerführers "Afrika". Bereits am 21.07.1940 hatte er als Major und Kommandeur der III. Gruppe des Stuka-Geschwaders 1 das Ritterkreuz erhalten. Am 17.02.1942 erhielt er als Oberstleutnant und Kommodore des Stuka-Geschwaders 1 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Nach einem Abschuss kommt er am 30.03.1943 nach Kiel ins Lazarett und wird nach seiner Genesung, im September 1943 Fliegerführer "Albanien" und am 14.06.1944 Fliegerführer "Kroatien", wo er am 01.07.1944 die Ernennung zum Generalmajor erhält.
Nachdem er vom 29.08.1944 bis zum 31.01.1945 den Posten des Fliegerführers "Nord-Balkan" besetzte, wird er am 01.02.1945 Kommandeur der 17. Flieger-Division, mit der er am 09.05.1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät.
Nach seiner Freilassung stirbt Walter Hagen nach langer Krankheit am 24.11.1963 in Kiel.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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