Robert Heuer wurde am 09.11.1916 in Sievershausen bei Hannover geboren und
trat am 07.10.1936 seinen Arbeitsdienst bei der RAD-Abteilung 1/181 in Hitzacker
bei Dannenberg an. Am 01.04.1937 wurde er dann als Vormann entlassen.
Am 02.11.1937 wird er zur 1. Kompanie der Flieger-Ersatz-Abteilung 17, unter
Oberst Hans-Eberhard Gandert, nach Quedlinburg einberufen, wo Heuer seine
Grundausbildung absolvierte. Am 01.04.1938 erfolgte seiner Kommandierung an die
Flugzeugführerschule E, der späteren Flugzeugführerschule A/B 3, nach Guben.
Dort erwarb er den FF-Schein, der ihn befähigte ein Flugzeug zu führen.
Mit dem 01.05.1939 erfolgte seiner Versetzung zur 1. (H) Aufklärungsstaffel 31
nach Brieg. Mit seiner Staffel nimmt er am Polen-Feldzug, als Flugzeugführer,
teil.
Am 01.01.1940 erfolgte die Kommandierung an die Flugzeugführerschule C (6) nach
Kolberg, wo Heuer am 01.05.1940 den C2-Schein erwarb. Kurz darauf wird er zur 4.
(F) Aufklärungsstaffel 14, mit der er am Frankreich-Feldzug teilnimmt.
Anschließend fliegt er Aufklärung über England.
Seit dem 22.06.1941 über der Sowjetunion im
Einsatz, wird Heuer vom 01.08. bis zum 25.08.1941 an die Blindflugschule 6,
unter Major Hans-Josef Reichel, nach Wesendorf kommandiert und erhält dort den
Blindflugschein 2.
Wegen
Tapferkeit zum Oberleutnant befördert, erhält Heuer am 04.05.1944 als
Flugzeugführer in der Aufklärungsstaffel 4.(F) Aufklärungsstaffel 14 das Ritterkreuz.
Zu diesem Zeitpunkt gehörte Heuer seit dem 23.02.1944 bereits zur II. Gruppe des
Zerstörergeschwaders 101 unter Major Werner Guth. Von dort wechselt er am
26.05.1944 in die 3. Staffel des Jagdgeschwaders 103 in Stolp-Reitz, später in
Mackfitz/Pommern. Ab dem 17.06.1944 gehörte er dann der 3. Staffel der
Ergänzungs-Jagdgruppe Ost an.
Während der Reichsverteidigung wird Heuer als Jagdflieger eingesetzt und als
solcher über Wiesbaden abgeschossen. Dabei erleidet er schwerste Verbrennungen
im Gesicht. Wann die Verwundung erfolgte ist unklar. Zumindest wird er am
13.09.1944 in ein Lazarett in Wiesbaden eingeliefert.
Robert Heuer verstarb nach unzähligen Lazarett- und Krankenhausaufenthalten am 25.10.1951 in Peine.