Ritterkreuzträger Werner Hoffmann
Hauptmann, Schlachtflieger

Werner Hoffmann wurde am 07.08.1920 in Hersbruck, als Sohn eines Oberleutnants im 1. Weltkrieg und späteren Hauptmanns der Wehrmacht, geboren und trat nach dem Abitur und der Ableistung des Arbeitsdienstes in Langenzenn im Jahre 1939 zum Flak-Ausbildungskommando auf die Insel Usedom.
Nach kurzer Zeit wechselte er zum fliegenden Personal und ließ sich in der Stuka-Schule 2 in Graz zum Flugzeugführer ausbilden.
Am 19.09.1940 erhielt er als Fahnenjunker-Gefreiter das Flugzeugführerabzeichen.
Ein Jahr später erhält er am 27.09.1941 das Leutnantspatent und am 28.12.1941 das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Hoffmann flog Kampfeinsätze um Narvik im Verband des Sturzkampfgeschwaders 1, später mit dem Sturzkampfgeschwader 5.
In Anerkennung seiner besonderen Leistungen im Luftkampf verlieh ihm der Oberbefehlshaber der Luftwaffe am 04.08.1942 den Ehrenpokal der Luftwaffe.
In Finnland bzw. Norwegen stationiert, flog der junge Leutnant Kampfeinsätze gegen Murmansk, gegen die Murman-Bahn, sowie gegen einzelne Schiffe und Geleitzüge.
Nach 180 Feindflügen erhielt er am 01.03.1943 das Deutsche Kreuz in Gold.
Zum Hauptmann befördert erhielt er im September 1943 das Kommando über eine eigene Staffel, mit der er im Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzt wurde. Auch hier konnte er als Einzelkämpfer und Verbandsführer brillieren.
Ende 1943 kam er in den Befehlsstab Hermann Görings nach Karinhall, von wo er sich jedoch bald wieder zu seiner Staffel versetzen ließ.
Die Frontflugspange in Gold mit Anhänger wurde hm am 27.02.1944 verliehen. Dem folgte am 08.08.1944 die Verleihung des Ritterkreuzes als Hauptmann und Staffelkapitän der 1. Staffel des Schlachtgeschwaders 1.
Seine Heimatstadt Hersbruck widmete ihm am 19.12.1944 als ersten Ritterkreuzträger der Stadt ein Gemälde.
Nachdem er bei der Niederschlagung des Warschauer-Aufstandes 1944 eingesetzt wurde, veränderte sich das Weltbild Hoffmanns, was er innerhalb der Familie auch äußerte. Trotz Vertrauenslosigkeit in die Kriegsführung kam er dennoch seiner Pflicht nach.
Im Februar 1945 wurde Hoffmann als Stuka-Leitoffizier eingesetzt. Interessanterweise wurde er einer Kompanie der 9.SS-Panzerdivision "Hohenstaufen" zugeteilt. Das Kommando über diese Kompanie führte Hoffmanns Bruder Oskar-Karl. Die Panzerkompanie hatte den Auftrag im Raum Frankfurt/Oder einen Brückenkopf der Sowjets einzudrücken. Bei diesem Einsatz erhielt die FW 190 Werner Hoffmanns am 07.02.1945 einen Flak-Volltreffer, bei einem Angriff auf eine Brücke. Die sterblichen Überreste des Leutnants wurden nicht gefunden.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Nedstat Basic - Free web site statistics

Quelle:
Das Ritterkreuz 4/2003-2004