Dietrich Hrabak wurde am 19.12.1914 in
Groß-Deuben bei Leipzig, als Sohn eines Architekten, geboren. Nach seinem
Abitur begann er 1934 zunächst eine Laufbahn in der Deutschen Kriegsmarine,
bis er schließlich, im November 1935 als Oberfähnrich zur See, zur
Luftwaffe überwechselte.
Im Jahr 1938 wurde er zur Jagdgruppe Wien versetzt und kam dann
zur 1.Staffel des Jagdgeschwaders 76, aus der später die 4. Staffel des
Jagdgeschwader 54 entstand.
Im Polenfeldzug Gruppenkommandeur wurde er bei seinem erstem Feindflug
abgeschossen und war damit der 1. Jagdflieger der Luftwaffe der im 2.
Weltkrieg abgeschossen wurde.
Erneut im Einsatz im Feldzug gegen Frankreich schoss er am 13.Mai 1940 seinen
ersten Gegner, in Gestalt einer Potez 63, ab. In der Luftschlacht um
England erhielt er nach seinem 16. Luftsieg, am 21.Oktober 1940 das
Ritterkreuz.
Im Balkanfeldzug führte Hauptmann Hrabak die 2. Gruppe des Jagdgeschwaders 54
an und führte sie ebenfalls im Feldzug gegen Russland.
Am 01. November 1942 gab er den Posten eines Gruppenkommandeurs ab und wurde
Kommodore des Jagdgeschwaders 52.
Nach seinem 118. Luftsieg erhielt er, als Oberstleutnant am 15.11.1943 das
Eichenlaub zum Ritterkreuz, sowie am 10.Juli 1944 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 01.10.1944 gab er den Posten des Kommodore des
Jagdgeschwaders 52 an Hermann Graf ab und übernahm den selben Posten im
Jagdgeschwader 54 "Grünherz".
Bis zum Kriegsende errang Hrabak 125 Luftsiege auf 820
Feindflügen. Ihm gelang es das Gros des Geschwaders aus Kurland
zurpckzuführen.
Nach dem Krieg wurde Hrabak Verkaufsleiter einer Maschinenfabrik, bis er 1955
Mitarbeiter des "Amt Blank" wurde, das den Aufbau der Bundeswehr
vorbereitete.
In den USA erhielt er eine Ausbildung auf den gängigen Flugzeugmodellen, die
auch die Bundeswehr erhalten sollte und wurde dann 1957 Kommandeur der
Flugzeugführerschule B in Fürstenfeldbruck. Nach weiteren Stationen,
vorwiegend in der Ausbildung wurde er 1966 Sonderbeauftragter für die F-104-G
"Starfighter" im Bundesministerium für Verteidigung.
Nach der Stellung als General der Kampffliegerverbände im Führungsstab der
Luftwaffe, ging Hrabak, als Generalmajor, am 30.September 1970 in die Pension.
Dietrich Hrabak starb am 15.September 1995 in Pfaffenhofen.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE