Arnold Huebner wurde am 14.07.1919 in Szubin
im Kreis Bromberg in Posen, als Sohn des Lehrers Edmund Huebner, im 1.
Weltkrieg Leutnant und Kompanieführer mit beiden Eisernen Kreuzen, geboren. Er
wuchs in Westerholt in Westfalen auf, nachdem sein Vater nach der
Besetzung Posens durch die Polen im Jahre 1919 zuerst an der Elisabeth-Schule
und später an der Hindenburg-Schule ein Betätigungsfeld fand.
Vom 01.04.1939 bis zum 01.09.1939 leistete er seinen Arbeitsdienst in der
Abteilung 7/197 in Emlichheim bei Bentheim ab und wurde am 08.08.1939 zur
Luftwaffen-Baukompanie 12/1 nach Rositten versetzt, mit der er am
Poelenfeldzug teilnahm. Nachdem er im März 1040 zur Luftwaffen-Baukompanie
45/XH in Kirch-Göns und dann zur Luftwaffen-Baukompanie 3/15/XII versetzt
wurde, erfolgte am 12.04.1940 seine Versetzung zur Luftwaffen-Flak-Artillerie
und zwar in die I. Batterie der Flak-Ersatz-Abteilung 11 in Stettin, wo er zum
Richtkanonier ausgebildet wird.
Seit dem 01.09.1940 Gefreiter erfolgte am 05.04.1940 seine Versetzung zur I.
Abteilung des Flak-Regiments 33 in die dortige 3. Batterie. Nach der
Stationierung in Holland bis 1941, wobei er zwischendurch einen Flak-Lehrgang
an der Waffenmeisterschule in Halle besuchte, erfolgte sein weiterer Einsatz
mit der 3. Batterie des Flak-Regiments 33 ab dem 20.02.1941 in Nordafrika.
Kommandeur des Regiments war seit dem 10.10.1940 Hauptmann Walter Fromm.
Bei Beginn des Vormarsches im Frühjahr des Jahres 1941 war die 3. Batterie im
Erdzielbeschuss eingesetzt, wobei Huebner als Richtkanonier an einer
8,8-cm-Flak fungierte. Am ersten Tag beschoss man Ziele bei Marsa al Brega mit
gutem Erfolg.
Es folgten die Kämpfe um Agedahia, Solluk, El Mechili, Tobruk, Bardia, Capuzzo
und Sollum. Bei Capuzzo wurde Huebners Geschütz einer Kradschützenbataillon
zugeteilt. Das Geschütz konnte im Rücken des Bataillons einen Angriff von 11
feindlichen panzern abwehren und eine feindliche Geschützbatterie vernichten.
Nach einer Reihe von Späh- und Stoßtruppunternehmungen im Verband einer
Aufklärungsabteilung erhielt Huebner am 25.05.1941 das Eiserne Kreuz II.
Klasse verliehen.
Während der Einsätze in der Cyrenaika und dem Angriff auf die
Bardia-Sollumfront vom 15.-17.06.1941 zeichnete sich die I. Abteilung des
Regiments erneut besonders aus. Die 3. Batterie stand auf der Höhe 208
zwischen Capuzzo und Sisi Azeiz. Der komplette Abschnitt des Regiments wurde
mit starkem Artilleriefeuer belegt. Im Raum der 3. Batterie traten Panzer zu
Angriffen an, die allesamt abgewehrt werden konnten. Allein in diesem Raum
wurden unter der persönlichen Leitung Hauptmann Fromms im Bereich der I.
Abteilung 92 Feindpanzer abgeschossen.
In kürzester zeit hatte Fromms Regiment 169 Panzer und 28 Flugzeuge
abgeschossen. dafür erhielt er am 07.09.1941 das Ritterkreuz. Huebner erhielt
für diesen Einsatz am 05.07.1941 das Eiserne Kreuz I. Klasse.
Am 18.11.1941 befand sich die 3. Batterie im Verbund der 21. Panzerdivision
bei Bardia. Hier schlägt Huebners Geschütz erneut feindliche Panzerangriffe ab
und erhöht sein Konto nunmehr auf 24 abgeschossene Panzer und eine Batterie.
Dafür wurden Huebner und der Unteroffizier Erich Heintze (Geschützführer in
der selben Batterie) von Rommel zum Ritterkreuz eingereicht.
Im Februar 1942 kehrten die Reste der 3. Batterie des Flak-Regiments 33 zur
Auffrischung nach Deutschland zurück. Hier überreichte der Kommandeur der 14.
Flak-Division, Generalleutnant Feyerabend, am 15.03.1942 dem ersten
Gefreiten des Deutschen Afrikakorps das Ritterkreuz in Leipzig. Ebenfalls
wurde Huebner am 01.06.1942 zum Obergefreiten befördert und nahm vom 16.07. -
05.09.1942 an einem Unteroffiziersanwärterlehrgang an der Flakartillerieschule
Stolpmünde teil.
Am 21.10.1942 erfolgte seine Versetzung in die 1. Batterie des Flak-Regiments
33 (mot.) (trop.) in der er bis zum 03.11.1942 Dienst als Richtkanonier tat.
Danach wurde er in die Flak-Ersatzabteilung 9 (trop.) nach Fürth versetzt.
Dort erfolgte die Ausheilung einer Tropenkrankheit und am 26.03.1943 die
Beförderung zum Unteroffizier. Mit der 1. Batterie der
Flak-Ausbildungs-Abteilung 697 (trop.) stand der am 01.04.1944 zum
Wachtmeister beförderte Huebner, an der Invasionsfront im Kampfeinsatz.
Im Oktober 1944 absolvierte er einen Waffenmeisterlehrgang in Halle und
durchlief von November 1944 bis Dezember 1944 die Offiziersanwärterausbildung
an der Kriegsschule in Kitzingen und erlebte ab Januar 1945 mit der
Flak-Ersatz-Abteilung 39 (Koblenz, später Nürnberg), den Endkampf ums Reich.
Am 05.05.1945 geriet Huebner, der am 01.05.1945 zum Leutnant befördert worden
war, in Waging Am See in Oberbayern, in amerikanische Kriegsgefangenschaft,
aus der er am 26.06.1945 entlassen wurde.
In der Nachkriegszeit baute sich Huebner eine Existenz als
Elektromeister auf und gründete ein international tätiges Elektrounternehmen.
Arnold Huebner starb am 01.02.1981 in Gelsenkirchen.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE