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Ritterkreuzträger Siegfried Jamrowski
Major, Fallschirmjäger

Der spätere Ritterkreuzträger der Fallschirmtruppe Siegfried Jamrowski wurde am 01.11.1917 in Angerapp/Ostpreußen geboren, absolvierte vom 01.04. bis zum 30.09.1936 seinen Reichsarbeitsdienst in Scheldkehmen in der Rominter Heide und trat am 01.10.1936 dem I. Jäger-Bataillon des Infanterie-Regiments 2 in Ortelsburg bei.
Vom 01.08. bis zum 30.08.1938 besucht er einen Lehrgang an der Infanterieschule Döberitz und scheidet schließlich am 25.10.1938 aus dem Dienst im Range eine Feldwebels aus, um sich zunächst dem Studium der Forstwirtschaft zu widmen.
Mit dem 20.08.1939 im Infanterie-Regiment 2 mobilgemacht, wird er vom 22.08. bis zum 17.10.1939 aus Ausbilder für österreichische Offiziers-Anwärter an der Infanterieschule Döberitz verwendet und findet anschließend, ab dem 25.10.1939 eine neue Verwendung in der 4. Kompanie des Infanterie-Regiments 2. Er übernimmt ab dem 01.02.1940 den Posten eines Rekruten-Ausbilders im Infanterie-Ersatz-Bataillon 2 in Allenstein und scheidet dann am 01.06.1940 aus dem Heer und meldet sich freiwillig zur Luftwaffe.
Jamrowski besucht vom 15.06. bis zum 15.07.1940 den Fallschirmschützen-Lehrgang in Wittstock und wird am 01.09.1940, mit Wirkung vom 20.07.1940 als Zugführer der 8. Kompanie des Fallschirmjäger-Regiments 3, der 1. Fallschirmjäger-Division, zugewiesen.
Im Jahr 1941 erleidet er eine Knieverletzung und kann deswegen nicht am Kreta-Einsatz teilnehmen. Zum Russland-Feldzug steht er jedoch wieder im Einsatz. So nimmt er zuwächst an einer Luftlandung teil, wird dann aber im Erdeinsatz eingesetzt.
Mit Wirkung vom 01.02.1942 ist er Adjutant des IV. Bataillons und übernimmt ab dem 01.06.1942 den Posten eines Zugführers in der 6. Kompanie, deren Führung er ab dem 01.08.1942 übernimmt und mit der schließlich im Jahr 1943 auf dem italienischen Festland zum Einsatz kommt, nachdem zunächst auf Sizilien ein Sprungeinsatz erfolgte.
Seit dem 17.12.1943 Chef der 6. Kompanie, nimmt er an den Kämpfen im Raum Cassino teil. Das II. Bataillon des Regiments, verstärkt durch die 10. Kompanie löste am 20.02.1944 das Grenadier-Regiment 211 in der Stadt Cassino ab. Am 15.03.1944 erfolgte ein schwerer Bombenangriff alliierter Bomber auf die Stadt. Über vier Stunden lang dauerte dieses Flächenbombardement, bis dann auch die gegnerische Artillerie einsetzte.
Jamrowski, zugleich auch für die 8. Kompanie verantwortlich, wurde dabei verschüttet und konnte sich erst nach 12 Stunden selbst befreien. Das II. Bataillon verfügte am Vortag noch über ca. 300 Mann und fünf Sturmgeschützen, nach dem Bombardement und dem Trommelfeuer waren mindestens 160 Mann gefallen und vier Sturmgeschütze zerstört. Lediglich die 6. Kompanie hatte keine Verluste, denn sie lag seit Beginn der Luftangriffe als Reserve, zusammen mit dem Bataillonsstab Hauptmann Foltin im Keller eines Geschäftshauses. Nach der ersten Bombenwelle verlegte Foltin seinen Stab und die 6. Kompanie in einen Felsenkeller am Fuße des Klosterberges. Damit verhinderte er schwere Ausfälle bei der Kompanie und besiegelte damit zugleich die Niederlage der angreifenden Neuseeländer. Als der Gegner zum Angriff antrat und beide Führungsstäbe nicht mehr mit einem Widerstand des Gegners bzw. der eigenen Truppen rechnete, krochen die überlebenden Fallschirmjäger aus ihren Deckungen und nahmen hinter den Ruinen den Abwehrkampf auf. Dabei war insbesondere die 6. Kompanie unter Jamrowski das Zentrum des deutschen Wiederstandes. Den Neuseeländern gelang es zwar einen Teil der Stadt Cassino einzunehmen, doch ein durchschlagender Erfolg erfolgte nicht. Für diesen Abwehrerfolg erhält Jamrowski als Oberleutnant und Chef der 6. Kompanie im Fallschirmjäger-Regiment 3 das Ritterkreuz. Sein Bataillonskommandeur Foltin wird ebenfalls mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Zuvor war Jamrowski unmittelbar nach den Kämpfen um Cassino, die zu seiner Ritterkreuzverleihung führten, am 18.03.1944 verwundet worden.
Am 01.05.1944 übernimmt er die Führung des II. Bataillons und ab dem 15.06.1944 auch dessen Kommando. Weiterhin übernimmt er am 01.10.1944 die Führung des III. Bataillons und ab dem 01.01.1945 auch dessen Kommando.
Am 02.05.1945 gerät Jamrowski in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 24.04.1946 entlassen wird.
Nach der Kriegsgefangenschaft ließ er sich zum Höheren Forstdienst ausbilden und wurde ab 1949 bei der Forstverwaltung Rheinland-Pfalz angestellt. Dort war er zuletzt Leiter dieser Behörde.
Nach seiner Pension geht Siegfried Jamrowski seinem Hobby der Ornithologie und der Zeitgeschichte nach.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Jäger 01.10.1936 Schützenschnur 25.09.1937
Gefreiter 01.10.1937 Fallschirmschützen-Abzeichen 25.07.1940
Oberjäger 01.06.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse 31.10.1941
Feldwebel 25.10.1938 Erdkampfabzeichen der Luftwaffe 01.10.1942
Leutnant 01.02.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse

25.12.1942

Oberleutnant 01.04.1942   Deutsches Kreuz in Gold 29.03.1944
Hauptmann 01.05.1944   Verwundetenabzeichen in Schwarz 22.04.1944
Major 28.03.1945 -758/C/D3- m. Wirk. v. 01.01.1945 (RDA v. 01.01.1945) Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 09.06.1944

Buchhinweise:

                   

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