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Ritterkreuzträger Günther Kempin
Feldwebel, Luftwaffe

Der spätere Träger des Ritterkreuzes Günther Kempin wurde am 01. Dezember 1920 in Stettin/Pommern geboren und meldete sich unmittelbar nach dem Schulabschluss zum Heer, wo er vom 16.11.1938 bis zum 31.03.1939 zum Funker ausgebildet wurde . Nach dieser Ausbildung wechselte er zur Luftwaffe, in die Nachrichtentruppe des Kampfgeschwaders 1 "Hindenburg", wo er in Neubrandenburg zum Bordfunker ausgebildet wurde.
Vom April bis November 1939 wurde er im KG 1 eingesetzt, dann erfolgte seine Versetzung zur 10. Staffel des Kampfgeschwaders "Boelcke", welches zu jener Zeit von Generalmajor Richard Putzier kommandiert wurde.
Seinen ersten Feindflug absolvierte Kempin im Rahmen der 1. /KG 27 am 21.12.1941 auf der Krim mit einer Heinkel 111. Im Rahmen dieser Staffel flog Kempin bis zum 30. Juni 1943 Einsätze und nahm an allen großen Schlachten und Gefechten der Südfront im Osten wie zum Beispiel Sewastopol, Krim, Kertsch, Charkow und Donezbecken teil.
Bei den Kämpfen um den Stalingrad-Kessel flog er vom 03.01. bis 28.02.1943 34 Versorgungseinsätze in den Kessel durch. Nach 260 Feindflügen wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
Ab Juli 1943 bis zum 30.04.1944 flog Günther Kempin 155 Einsätze im Rahmen der 14./KG 27 durch. Diese Staffel war auf die Bekämpfung von Eisenbahnzielen mit He 111-Maschinen spezialisiert und erzielten mit den gefährliche Tiefangriffen beachtliche Erfolge. Vom 1.05.1944 bis 02.09.1944 flog er bei der 12. und der 13. Staffel des KG 27  verschiedenste Einsätze und ab dem 03.09.1944 erneute Kampfflüge mit der 14. Staffel, so verzeichnete man am 26.10.1944 seinen 400. Feindflug.
Ab dem 27. März 1945 wurde er in der 3. Staffel des KG "General Wever" verwendet und erlebte mit dieser Einheit das Kriegsende an der Ostfront. Mit dieser Einheit führte er unter anderem Versorgungsflüge nach Budapest und nach Breslau durch. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen im Rahmen der deutschen Kampffliegerei wurde ihm am 17.April 19456 das Ritterkreuz verliehen.
Insgesamt flog Kempin 474 Feindflüge, einschließlich 50 doppelter Einsätze an der Ostfront, davon waren 200 Einsätze bei Nacht, sowie 100 Tiefangriffe.
Der Ritterkreuzträger Günther Kempin starb am 12. August 1998 in Braunschweig.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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