190. Eichenlaubträger Reinhold Knacke
Hauptmann, Nachtjäger

Reinhold Knacke wurde am 01.01.1919 in Alt-Strelitz/Mecklenburg geboren.
Knacke meldete sich früh zur Luftwaffe und gilt als einer der führenden Nachtjäger der Anfangsperiode dieser Fliegergattung.
Kurz vor Beginn des Feldzuges gegen Frankreich gehörte Knacke als Leutnant zur 3. Staffel des Zerstörer-Geschwaders 1 unter Hauptmann Wolfgang Falck. Sein Bordfunker wurde unter anderen Unteroffizier Kurt Bundrock.
Im Juni 1940 wurden aus der 1. und 3. Staffel des Geschwaders, die I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 1 gebildet.
Nach der nötigen Ausbildung errangen Knacke und Bundrock in der Nacht vom 02. zum 03.05.1941 ihren ersten Abschusserfolg.
Im Mai 1942 erhielt Knacke die Beförderung zum Oberleutnant und wurde Flugzeugführer in der 3. Staffel des Geschwaders in Venlo. Am  17.11.1942 erzielte Knacke gar 5 Abschüsse in einer Nacht.
Für seine beachtlichen Erfolge in der deutschen Nachtjagd wurde ihm am 01.07.1942 nach 30 Nachtabschüssen das Ritterkreuz verliehen. Kurze Zeit später erfolgte die Ernennung zum Kapitän der 1. Staffel des Geschwaders.
In der Nacht vom 2. zum 03.02.1943 stieg die ME 110-F4, mit der Werksnummer 4683 und dem Markierungscode G9+DK, zum letzten Flug auf. Man schoss einen Bomber ab und wurde beim Abschuss eines 2. "Halifax"-Bombers durch dessen Abwehrfeuer schwer getroffen. Bei brennendem Cockpit stieg Bundrock aus.
Später fand man das Wrack der Maschine drei Kilometer östlich des Dorfes Achterveld in den Niederlanden. Der Pilot Hauptmann Knacke lag tot neben seiner Maschine.
In den 80`er Jahren wurden die Reste der Me-110 geborgen und entfernt.
Hauptmann Reinhold Knacke erhielt für seine 44 Nachtsiege, am 07.02.1943 posthum das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Als Bordfunker waren neben Bundrock weiterhin Günther Heu, Erich Konarske and Helmut Fischer an der Seite Knackes.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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