Ritterkreuzträger Karl Koller
General der Flieger

Karl Koller wurde am 22.02.1898 in Glonn/Oberbayern geboren und trat am 11.08.1914 als Kriegsfreiwilliger de Kaiserlichen Heer bei.
Seine Grundausbildung und den weiterführenden Dienst versah er beim Rekruten-Depot des Bayerischen-Eisenbahn-Ersatz-Bataillons. Am 05.11.1914 wurde er Eisenbahnführer beim o.g. Ersatz-Bataillon.
Am 16.01.1916 erfolgte die Kommandierung zur Flieger-Ersatz-Abteilung 1 nach Schleißheim und vom 01.02.1916 bis zum 03.04.1916 der Besuch der Kraftfahrzeug-Schule in Oberursel.
Am 04.04.1916 wird er Pilot bei der Staffel 34 und besucht ab dem 03.05.1917 die Fliegerschule i und wird am 12.05.1917 an die Fliegerschule 4 versetzt, wo er am 04.08.1917 zum Gefreiten befördert wird.
Nach dem anschließenden Dienst im Armeeflugpark 3 wird er am 04.12.1917 zunächst Pilot bei der Flieger-Abteilung 273, wo er am 13.12.1917 zum Unteroffizier befördert wird, und ab dem 28.02.1918 bei der Flieger-Abteilung 47, wo er am 27.02.1918 die Beförderung zum Vizefeldwebel erhält.
Nach dem Besuch der Jagdstaffel-Schule 2 vom 17.03.1918 bis zum 02.04.1918 wird er als Pilot zur Flieger-Staffel 76 versetzt und gerät am 25.05.1918 in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Dezember 1919 entlassen wird.
Zurück in Deutschland tritt er am 12.02.1920 der Polizei als Polizei-Oberwachtmeister bei und wird hier Pilot der Polizei-Fliegerstaffel i in Schleißheim.
Ab dem 01.10.1922 bis 1928 war er dann als Zugführer und Ausbilder der Landespolizei in München tätig und wurde während dieser Zeit zunächst am 10.20.1922 zum Polizei-Leutnant und am 01.08.1925 zum Polizei-Oberleutnant befördert. Daraufhin bis 1932 als Adjutant beim Abschnittskommandanten III der Landespolizei in München tätig und nach einer Führergehilfenausbildung, wird er am 01.01.1933 zum Polizei-Hauptmann befördert und wird dann Ausbilder an der Polizeioffiziersschule in München und gehört zum Führungsstab der Landespolizei.
Am 01.08.1935 tritt er als Hauptmann der neuen Luftwaffe bei und erhält bis zum 31.10.1935 eine Beobachter-Ausbildung in Faßberg und besucht dann die Luftkriegsschule in Berlin-Gatow.
Am 01.03.1936 wird er Staffelkapitän beim Kampfflieger-Lehrgang in Jüterbog und Oldenburg und wird am 21.08.1936 zum Major befördert. Danach kommt er an die Luftkriegschule Berlin-Gatow und wird dann am 01.01.1938 als Ia in den Stab des Luftkreiskommandos V versetzt.
Nachdem er als Ia auch im Generalstab des Luftwaffengruppenkommandos 3 tätig war, kam er am 01.02.1939 als Ia in den Generalstab des Luftflottenkommandos 3 und wird hier am 01.10.1939 zum Oberstleutnant befördert.
Am 01.01.1941 wird er gleichzeitig mit der Beförderung zum Oberst, Chef des Stabes der Luftflotte 3. Am 01.03.1943 wird er hier zum Generalmajor ernannt.
Am 10.04.1942 wurde dem Oberst und Chef des Generalstabes der Luftflotte 3 das Ritterkreuz überreicht. Dazu hieß es in der Pressemitteilung:

"Der hochverdiente Offizier, der aus dem Mannschaftsstande stammt und sich durch eigene Kraft und starken Willen in seine überragende Stellung hinaufgearbeitet hat, schuf durch seine wohlüberlegten Vorschläge und Anordnungen, die die Kühnheit des Wagens auszeichneten, die Vorraussetzungen für die erfolge der Luftflotte im Feldzug gegen Frankreich und im Kampf gegen England. Besonders bewährt hat er sich als Führungsgehilfe des Befehlshabers bei der Vorbereitung und Durchführung des Durchbruchs unserer Schlachtschiffe durch den Kanal, indem er durch vorrausschauende Maßnamen und planmäßigen Einsatz der Luftwaffenverbände zum Gelingen der Operation ausschlaggebend beitrug."

Vom 04.09.1943 bis zum 31.08.1944 Chef des Führungsstabes der Luftwaffe wird er am 01.12.1943 zum Generalleutnant befördert und nimmt die Geschäfte des Generalstabschefs der Luftwaffe interimistisch wahr..
Am 01.08.1944 folgte die Beförderung zum General der Flieger und am 12.11.1944 folgt die endgültige Ernennung zum Luftwaffengeneralstabschef. Nachdem er sich nach dem gescheiterten Attentats auf Hitler bis zum 31.10.1944 in einem Lazarett aufhielt. Diese Stellung hatte er bis zum Kriegsende inne.
Mit Kriegsende gerät er in englische Kriegsgefangenschaft und wird in Oxford interniert. Im Dezember 1947 erfolgte seine Entlassung.
Nach dem Krieg wird Koller zum Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Soldaten in Bayern gewählt.
Karl Koller starb am 22.12.1951 in Glonn.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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