Ritterkreuzträger Martin Kühne
Hauptmann, Fallschirmtruppe


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Martin Kühne wurde am 01.11.1918 in Langebrück im Kreis Dresden geboren und trat am 01.10.1937 als Fahnenjunker in die I. Abteilung des Flak-Regiments 10 in Dresden ein.
Vom 01.01.1939 bis zum 31.08.1939 gehörte er als Oberfähnrich zur I. Abteilung des Flak-Regiments 23 in Fürstenfeldbruck.
Am 01.09.1939 kam er als Leutnant zur Fallschirmschule nach Wittstock und trat am 29.11.1939 zum Fallschirm-Jäger-Regiment 1 der Fallschirmtruppe über.
Am 01.04.1940 wurde er Zugführer in der 2. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Ergänzungs-Bataillon 1 in Stendal und am 01.05.1940 Zugführer in der 15. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1. Mit seiner Einheit wurde er im Westfeldzug im Befestigungsgürtel von Moerdijk (Holland) abgesetzt, wo er einen Bunker nahm und am 11.05.1940 schwer verwundet wurde.
Beim Einsatz seiner Einheit im Raum Korinth zeichnete sich Kühne als Spähtruppführer erneut aus. So konnte er eine englische Flak-Batterie nehmen und zahlreiche Kfz erbeuten. Weiterhin fielen zahlreiche Gefangene in deutsche Hand. Für diesen Einsatz wurde er zum Ritterkreuz eingereicht, was jedoch abgelehnt wurde.
Nach der Versetzung als Zugführer der 1. Kompanie im Fallschirm-Jäger-Regiment 2 nahm er am Kreta-Einsatz teil. Dort wurde er mit seinem Zug im Raum zwischen Stadt und Flugplatz Rethymnion, inmitten der feindlichen Stellungen abgesetzt. Mit nur wenigen Überlebenden wehrte er sich 2 Tage erfolgreich gegen feindliche Angriffe, bis Kühne erneut schwer verwundet wurde. Für seine Leistungen auf Kreta erhielt er den Ehrenpokal der Luftwaffe.
Nach dem beginn des Russlandfeldzuges, wurde Kühnes Einheit im Winter 1941 an die südliche Ostfront verlegt, wo er als Oberleutnant (seit dem 01.10.1941) den Posten des Adjutanten des I. Bataillons des Fallschirm-Jäger-Regiments 2 übernahm und zeitweise auch als Führer des 1. Bataillons kämpfte.
Nachdem Kühnes Einheit zur Brigade Ramcke nach Afrika kam, hatte er auch dort entscheidenden Anteil am Erfolg dieser Brigade. Die aus den Resten seines Bataillons zusammengestellte Kompanie führte er mit Schwung und seiner ihm eigenen Tatkraft und Entschlossenheit durch die Kämpfe in der Buerat-Stellung, der Homsstellung, über Tripolis bis hin zur Marethstellung. Zuvor war er Führer einer Aufklärungs-Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 2 am 28.02.1943 geworden. Beim Vorstoß der Kampfgruppe Rommel drang Kühne mit seiner Kompanie in Guera ostwärts Gafsa ein.
Seit dem 26.06.1943 Führer der 4. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 2 wurde er am 10.09.1943 Führer des I. Bataillons. Seit dem 01.07.1943 Hauptmann sprang er mit seinem Bataillon am 12.11.1943 über der griechischen Insel Leros, die von britischen Einheiten besetzt war, ab. Dabei wurde der Nordteil der Insel durch die 1. Kompanie unter Oberleutnant Haase abgeschirmt. Die 2. und 4. Kompanie unter (Oberleutnant Fellner bzw. Möller-Astheimer) nahmen den Monte Rachi und die 3. Kompanie sperrte an der Bucht von Alina die Strasse zur Stadt Leros. Zusammen mit den von See gelandeten Verbänden des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 16, des II. Bataillons des Grenadier-Regiments 65 der 22. Infanterie-Division, sowie dem III. Bataillon der Brandenburger und der Küstenjäger zwang man den Gegner unter General Tilny am 16.11.1943 zur Kapitulation. Bereits am 23.07.1943 hatte er das Deutsche Kreuz in Gold erhalten.
Für diese erfolgreichen Kämpfe erhielt Kühne am 29.02.1944 als Hauptmann und Führer des I. Bataillons des Fallschirm-Jäger-Regiments 2 zur Verfügung des Oberbefehlshabers Süd, das Ritterkreuz.
Zuvor war er am 15.02.1944 Kommandeur des I. Bataillons des Fallschirm-Jäger-Regiments 10 geworden, mit dem er, als Major (seit dem 01.03.1945) in die Kriegsgefangenschaft ging.