Geboren am 19. 8. 1917, als Sohn eines
badischen Bauern in Konstanz/Bodensee,
wurde der spätere Schwerterträger im Verlauf des II. Weltkrieges zu einem der
bekanntesten Jagdflieger.
Er wuchs auf dem elterlichen "Hauserhof" auf und nutze jede freie
Minute auf dem Segelfluggelände am Bellenberg bei Engen im Hegau aus.
Nach dem Abitur trat er am 01.11.1937 als Offiziersanwärter in die Luftwaffe
ein. Nach dem Besuch der Luftkriegsschule in Berlin-Gatow und seiner
Ausbildung zum Jagdflieger, wurde er am 01.08.1939 zum Leutnant befördert und
am 06.12.1939 zum Jagdgeschwader 2 "Richthofen" versetzt. Diesem bleib
er, bis auf eine mehrmonatige Kommandierung als Jagdlehrer, bis zu seinem Tode
treu.
Im Frankreichfeldzug erzielte er seinen ersten Abschuss
Er war der erste, der an der Luftfront zwischen Frankreich und England 100
Luftsiege erringen konnte, seit Dezember 1939 beim Jagdgeschwader 2 "Richthofen"
im Einsatz, schoss er am 19. 8. 1942 seinen 50. Gegner ab, und im Sommer
dieses Jahres hatte er 16 Abschüsse in 21 Tagen erzielt.
Im November 1942 war er Kommandeur der III. Gruppe des JG 2, ab 1. 7. 1943
Kommodore, während der ab 1943 erfolgten Einflüge amerikanischer Bomberflotten
waren von ihm 25 viermotorige US-Kampfflugzeuge abgeschossen worden. So gelang
es ihm am 19.06.1943 innerhalb von 19 Minuten 3 "Fliegende Festungen"
abzuschießen.
Egon Mayer, Sieger in 102 Luftkämpfen, war am 1. 8. 1941, als Leutnant in der
III. Gruppe des JG 2, mit dem Ritterkreuz,
ausgezeichnet worden, am 16. 4. 1943 mit dem 232. Eichenlaub, als Hauptmann
und Kapitän der 7. Staffel und am 2. 3. 1944
mit den 51. Schwertern zum Ritterkreuz, nach 353 Feindflügen hatte der
Oberstleutnant am 2. 3. 1944 im Raum Montmedy/Frankreich während eines Luftkampfes mit US-"Thunderbolt"-Jägern den Tod gefunden.
Er war der Offizier in seinem verband, der am längsten im Fronteinsatz stand.
Er wurde selbst 4 mal abgeschossen.
Begraben wurde er auf dem Soldatenfriedhof von Beaumont le Reger und wurde
dann 1955 nach St. Desir de Lisieux umgebettet.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

