Eugen Meindl wurde am 16.07.1892
in Donaueschingen/Baden-Baden geboren. Nach der Schulausbildung trat er als
Fahnenjunker in das 2. Unter-Elsässisches Feld-Artillerie-Regiment Nr. 67 ein
und wurde bereits am 22. März 1913 zum Fähnrich befördert. Während des 1.
Weltkrieges wurde er bis zum Oberleutnant befördert und durchlief in seinem
Regiment die Stellung eines Batterieoffiziers, eines Batterieführers, die des
Adjutanten und die des Artillerie-Kommandeurs 52.
Am 01.10.1919 wird er Batterieoffizier im Artillerie-Regiment 13 dann im
Artillerie-Regiment 5 und ab dem 01.10.1924 Leiter des Gehilfen-Lehrgangs im
Wehrkreiskommando V. Danach ist er ab dem 01.10.1935 im Stab der 5. Division
tätig und arbeitete ab dem 01.10.1926 im Reichskriegsministerium in der
T2-Abteilung.
Ab dem 01.10.1927 arbeitet er im Stab der II. Abteilung des
Artillerie-Regiments 5 und ab dem 01.10.1928 als Abteilungschef im
Transport-Bataillon 5.
Der am 01. August 1924 zum Hauptmann beförderte Meindl wird dann am 01.10.1929
in den Stab des Artillerie-Regiments 5 versetzt und wird am 01.10.1930
Regimentsadjutant, von wo er am 15. September 1933 zur Artillerieschule nach
Jüterbog kommandiert wird. Zurückgekehrt übernimmt er am 15. 10.1935 das
Kommando über die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 5.
Am 10. November 1938 übernimmt er als Oberstleutnant das Kommando über das
Gebirgsjäger-Artillerie-Regiment 112 mit dem er, innerhalb der 3.
Gebirgsdivision, am Polen- und Norwegenfeldzug teilnimmt und am 01.
April 1939 zum Oberst befördert wird.
Gleichzeitig übernimmt er vom 08. Juni 1940 an die Gruppe Meindl bei Narvik
bis zum 31. Oktober 1940.
Vom 10. August 1940 bis zum 31. des Monats durchläuft er eine kurze Ausbildung
zum Fallschirmjäger und wechselt am 01. November 1941 zur Luftwaffe. So
übernimmt er vom 01. September 1940 an das Luftlande-Sturm-Regiment 1 bis zum
25. Februar 1942. In dieser Zeit wird er vom 16. Mai 1941 bis zum 01. Juni
1941, Führer der Schlachtgruppe West während der Eroberung Kretas. Dafür
erhielt Meindl am 14. Juni 1941 das Ritterkreuz.
Danach übernahm er am 26. Februar 1942 bis zum 30. September 1942 das Kommando
über die "Division Meindl", die später zur 21. Luftwaffen-Felddivision
umgewandelt wurde. Diese Division bestand aus gemischten Verbänden der
Luftwaffe (Luftwaffen-Feldregimenter und der Fallschirmjäger-Brigade Meindl),
des Heeres und der Waffen-SS und wurde im Februar 1942 der Heeresgruppe Nord
unterstellt, dabei im besonderen der 16. Armee und dem X. Armeekorps. Dieser
Verband wurde hauptsächlich bei den Kämpfen um Staraja Russa, Demjansk und
Cholm eingesetzt. Hier erhält er am 17. August 1942 das Deutsche Kreuz in
Gold.
Am 01. Oktober 1942 übernahm er als Kommandierender General das XIII.
Flieger-Korps und wurde gleichzeitig Kommandierender General (seit 01. Januar
1941 Generalmajor) des I. Luftwaffen-Feld-Korps in Russland.
Am 15. Juni 1943 in Reichsluftfahrtministerium in die Inspektion 18 versetzt
dient er, seit dem 01. Februar 1943 Generalleutnant, ab dem 21. Juli 1943 als
Inspekteur der Luftwaffen-Feld-Truppen.
Ab dem 05.November 1943 übernimmt er bis zum 25. Mai 1945 als Kommandierender
General das II. Fallschirm-Korps, welches zuerst in Frankreich stationiert war
und dann nach der Invasion gegen amerikanische Truppen im Raum St. Lo kämpfte.
Die letzten kämpfe hatte das Korps in den Niederlanden und Deutschland zu
bestehen. Währenddessen wurde er am 01. April 1944 zum General der
Fallschirmtruppe befördert und erhält am 31. August 1944 als 564. Soldat der
Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz und am 08. Mai 1945 die Schwerter zum
Eichenlaub als 155. Soldat der Wehrmacht.
So kam Meindl am 25. Mai 1945 in Gefangenschaft, mit der Gefangenennummer
451.668, aus der er am 29. September 1947 entlassen wurde.
Neben seinen vielen Auszeichnungen erwarb er weiterhin das Ritterkreuz II.
Klasse mit Schwertern des Sächsischen Albert-Ordens und das Ritterkreuz II.
Klasse mit Schwertern des Badischen Ordens des Zähringer Löwens.
Eugen Meindl starb am 24. Januar 1951 in München.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE