98. Schwerterträger Theodor Nordmann
Major, Sturzkampfflieger

Theodor Nordmann wurde am 18.12.1918 in Dorsten/Westfalen geboren und trat am 01.11.1937 der Luftwaffe bei.
Nach seiner militärischen Grundausbildung kam er am 01.12.1938 zur Aufklärungsgruppe (H) 11 nach Großenhain.
Ab dem 01.02.1939 wurde er an die Luftkriegsschule Gatow kommandiert und dort am 28.08.1939 zum Leutnant befördert.
Nach dem besuch der Stukaschule und einem Aufenthalt bei der Ergänzungsgruppe, kam er am 31.03.1940 zur I. (Stuka-Gruppe) der Trägergruppe 186. Die Trägergruppe 186 (T) wurde zum Einsatz auf dem geplanten deutschen Flugzeugträger "GRAF ZEPPELIN" aufgestellt, der jedoch nicht endgültig realisiert wurde. Die Sturzkampfgruppe Nordmanns, wurde 1940 in III. Gruppe/Sturzkampfgeschwader I umbenannt, wobei Nordmann zur 7. Staffel gehörte. Mit dieser flog er 60 Einsätze während des Frankreichfeldzuges. Mit Abschluss der Kämpfe auf dem frz. Festland, kam er gegen England zum Einsatz und wurde dann ins Mittelmeer versetzt. Dort wurde seine Maschine bei einem Einsatz schwer beschädigt. Nordmann brachte sein Flugzeug jedoch zurück nach "Hause".
Bei der Überführung nach Afrika kam es zu einem Kolbenfresser und Nordmann musste notwassern. Nach 28 Tagen wurde er von der Seenotrettung aufgefischt.
Nach Einsätzen gegen brit. Schiffsziele im Raum Kreta, nahm Nordmann am Feldzug gegen die Sowjetunion teil.
Am 17.09.1941 erhielt Nordmann als Leutnant und Flugzeugführer in der 8. Staffel des Stuka-Geschwaders 1 das Ritterkreuz. Er hatte bis dahin, zusammen mit seinem Bordfunker Gerhard Rothe, 5000 BRT versenkt und 32.000 BRT beschädigt, 21 Panzer und 14 Flak-Batterien vernichtet.
Im Oktober 1941 zum Oberleutnant befördert wird er Kapitän in der 8. Staffel und fliegt am 20.08.1942 seinen 600. Einsatz und erhält am 20.10.1942 als Oberleutnant in der III. Gruppe des Stuka-Geschwaders 1 das Deutsche Kreuz in Gold.
Zwischen September und Dezember 1942 wird er an die Erprobungsstelle Rechlin kommandiert und kehrt dann zurück an die Front. Bereits am 01.02.1943 absolviert er hier seinen 700. Feindflug und wird dafür am 17.03.1943, als Oberleutnant und Führer der III. Gruppe des Stuka-Geschwaders 1 mit dem 214. Eichenlaub ausgezeichnet.
Nach der Beförderung zum Hauptmann am 01.04.1943, übernimmt er am 14.08.1943 das Kommando über die II. Gruppe des Stuka-Geschwaders 3.
Am 01.04.1944 wird er zum Major befördert und fliegt seinen 1000. Kampfeinsatz. Bei der Umrüstung des Geschwaders auf FW 190 Kampfflugzeuge trennte er sich von seinem Bordfunker.
Im  August 1944 schließt Nordmann seinen 1111. Feindflug ab und erhält dafür am 17.09.1944, als Major und Kommandeur der II. Gruppe des Stuka-Geschwaders 3, die Schwerter zum Eichenlaub.
Nachdem Nordmann am 23.10.1944 heiratete, kam es am 19.01.1945 zu einem folgenschweren Unfall mit seinem Rottenflieger. Aufgrund schlechten Wetters kollidierten beide Maschinen im Raum über Schillen/Ostpreußen. Beide Piloten fanden dabei den Tod.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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